Interview - Baubürgermeister Ralf Eisenhauer fordert rechtliche Handhabe Bauruine ärgert Eisenhauer

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Am Samstag 100 Tage im Amt: Dezernent Ralf Eisenhauer. © Thomas Tröster

Mannheim. Der Mannheimer Baudezernent Ralf Eisenhauer (SPD) wünscht sich mehr rechtliche Instrumente für Kommunen, wenn Eigentümer ihr Gebäude nicht nutzen und verkommen lassen. „Aspekte der Stadtgestaltung werden im Vergleich zum Schutz des Eigentums in den Gesetzen deutlich nachrangig bewertet“, kritisierte er im Interview mit dieser Redaktion. Die Bundespolitik müsse hier etwas tun.

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Der Bürgermeister sagte dies mit Blick auf das frühere BBC-York-Gebäude beim Mannheimer Planetarium. Geschäftsleute aus Aserbaidschan hatten das Bürohaus vor sechs Jahren gekauft und daraus eigentlich ein Luxushotel machen wollen. Seitdem hat sich allerdings nichts mehr getan – das Gebäude steht seit Jahren als Beton-Skelett da. Das ärgere ihn, sagte Eisenhauer.

Der Sozialdemokrat ist an diesem Samstag 100 Tage als Dezernent für Planung, Bauen, Verkehr und Sport im Amt. Er rechnet auch in diesem Jahr trotz Corona mit einem Betrieb der Freibäder. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr plane die Stadt „ein digitales Erfassungs- und Ticketsystem“. 

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Timo Schmidhuber
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