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Werte-Union - Mitsch zieht nach Merz-Angriff Konsequenzen

Gründer tritt wegen Otte offiziell aus

Von 
jüg
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Plankstadt/Berlin. In einem Interview mit unserer Zeitung am Sonntag hatte der Gründungsvorsitzende der konservativen Werte-Union noch von einem Richtungsstreit innerhalb der Werte-Union um den künftigen Kurs gesprochen. Als dann sein Nachfolger als Vorsitzender, Max Otte, am gleichen Abend in einem Interview Friedrich Merz massiv anging, zog Mitsch die Reißleine für sich und trat aus der CDU-nahen Gruppierung aus. „Die Kritik an Merz war für mich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, insbesondere, da ja rund 95 Prozent der Mitglieder der Werte-Union bei einer Umfrage im Frühjahr für Merz als Parteivorsitzenden gestimmt hatten“, sagt Mitsch unserer Zeitung und begründet damit seinen Schnitt.

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Max Otte hatte am Wochenende gesagt, Merz sei durch seine frühere Lobbytätigkeit belastet und sollte „kein Staatsamt übernehmen, auch wenn die Lobbytätigkeit ruht“. Mitsch entgegnete, das sei „schlichtweg inakzeptabel“. Klar sei: „Otte spricht hier keine Mehrheitsmeinung der Werte-Union aus.“ Zuvor hatten die starken Landesgruppierungen Bayern und Baden-Württemberg ihre Unzufriedenheit mit dem neuen Vorsitzenden Otte ausgedrückt und eine Abspaltung angekündigt oder zumindest erwägt.

Einiges deutet darauf hin, dass es zu einer Neugründung eines stark konservativen Gruppierung ohne Otte kommen könnte. jüg

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