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Böse Geister vertreiben

Von 
Fred
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Hallo Kinder. Silvester steht vor der Tür. Und normalerweise haben sich eure Eltern da sicherlich immer mit Knallern und Feuerwerkskörpern eingedeckt, um zum Jahreswechsel ein Höllenspektakel zu veranstalten. Doch warum wird normal zum Jahreswechsel so viel geknallt? Der Brauch, Sprengstoff bei Festen zu verwenden, soll aus dem China stammen und über 900 Jahre alt sein, habe ich gelesen. 1379 soll es in Italien das erste Feuerwerk in Europa gegeben haben, 1506 das erste in Deutschland. Bald krönte der Adel Feste wie Hochzeiten und Geburten mit einem Feuerwerk. Zum Jahreswechsel soll der Lärm durch das Feuerwerk böse Geister vertreiben. Schon im Mittelalter lärmten die Menschen mit allem, was laute Geräusche erzeugt: Töpfe, Rasseln, Trommeln und Trompeten. Auch Kirchenglocken durften läuten und Schüsse fielen. Der ganze Lärm hatte nur einen Zweck: böse Geister zum Wechsel ins neue Jahr zu vertreiben – ein Anliegen aus heidnischen Zeiten. Ein bisschen scheint davon hängengeblieben zu sein: Heute nehmt ihr Menschen euch am Silvesterabend und in Vorfreude auf das neue Jahr gute Vorsätze vor. Damit verabschiedet ihr euch oft von ungeliebten Gewohnheiten – wenn man so will eben von bösen Geistern. Diesmal ist das aber anders, denn wie vor einem Jahr ist der Verkauf von Böllern und Raketen in diesem Jahr wegen Corona verboten. Ihr müsst also ohne Knallerei Abschied von bösen Geistern nehmen. Nicht nur wir Tiere freuen uns über die leisere Silvesternacht – auch die Notärzte. In den Krankenhäusern müssen da nämlich weniger Verletzungen durch die unsachgemäße Handhabung versorgt werden. Ist das letztlich dann nicht auch ein Vertreiben – aber ein stilles – von bösen Geistern, die Schaden anrichten?

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