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Schlaue Schwindler

Von 
Fred Fuchs
Lesedauer: 
Die Kinderbuchfigur Pinocchio bekommt vom Lügen eine lange Nase. Bei jeder Lüge wächst diese, was ihn verrät und letztlich vom Lügen abbringt. © Pixabay

Hallo Kinder,

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na, habt ihr heute schon geflunkert? Vielleicht auch eine Notlüge, die gar nicht weiter aufgefallen ist? Ihr wisst ja, lügen ist nicht richtig – trotzdem lügt jeder Mensch am Tag etwa 200 Mal. Und auch Kinder können das schon – mit etwa zwei bis drei Jahren geht’s los. Je älter Kinder werden, umso häufiger lügen sie. Im Alter von zwei Jahren flunkern rund 20 Prozent der Kinder, mit drei Jahren 50 Prozent und mit vier Jahren 90 Prozent. Das hat die Universität Toronto im Jahr 2010 erforscht.

Das Lügen ist aber nicht nur schlecht – denn wer gut flunkern kann, der ist auch ziemlich schlau. Denn Lügen ist ein sehr schwieriger Prozess in unserem Körper und Geist. Eine Täuschung gelingt nur, wenn wir uns in unser Gegenüber hineinversetzen können. Um lügen zu können, muss man eine Vorstellung davon haben, was der andere schon weiß. Auch Stimme, Sprache und Mimik müssen mitspielen. Der falsche Gesichtsausdruck kann die beste Lüge nämlich auffliegen lassen. Und wenn das passiert – dann erkennt ihr, was ich als schlauer Fuchs nun schon länger weiß: Ehrlichkeit währt am längsten – und jede Lüge hat einen Grund. Deshalb lieber darüber sprechen, dann ist das Lügen gar nicht mehr notwendig.

Redaktion

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