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Schlumbl in luftiger Höhe

Von 
Fred Fuchs
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Hallo Kinder! Ein bisschen traurig finde ich es schon, dass die Kerwe in diesem Jahr wieder ausfällt – auch wenn ich die Gründe natürlich verstehen kann. Wusstet ihr, dass die Kerwe auf einem alten Brauchtum beruht? Der Begriff „Kerwe“ kommt von der „Kirchweihe“. Früher wurde nämlich die Weihe einer christlichen Kirche gebührend gefeiert. Eine Weihe ist übrigens eine religiöse Zeremonie, bei der Gebete gesprochen und Segen zugesprochen wird. Im Mittelalter war der Tag der Kirchweihe gleichzeitig das Gründungsfest der Gemeinde. Es wurde jedes Jahr im Herbst gefeiert, denn dann hatten die Arbeiter ihre Löhne und die Felder waren zum Großteil abgeerntet. Die Kerwe brachte Abwechslung in den oft eintönigen Alltag der Bauern und Handwerker. Tagelang wurde dann gefeiert und getanzt. Heute spielt der religiöse Hintergrund kaum mehr eine Rolle. Was allerdings geblieben ist, sind die Kerweborscht und die Schlumbl. Die Schlumbl ist eine Puppe, mit der die Kerwe eröffnet wird. In luftiger Höhe wird sie dann während der Festtage aufgehängt. Früher waren dann die Kerweborscht – eine Gruppe Männer – aus den Nachbargemeinden unterwegs, um die Schlumbl zu klauen. Die Schlumbl gibt es in vielen Orten heute noch – und nach wie vor ist die Kerwe ein Fest für die ganze Familie.

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Fred Fuchs © MM

Redaktion

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