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Von Wissen und Meinen

Von 
Fred Fuchs
Lesedauer: 

Hallo Kinder!

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Ich habe da mal eine Frage: Wisst ihr, was ein Philosoph ist? Das sind Menschen, die mit ihren Aussagen zum kritischen und unabhängigen Denken ermutigen und auf ein besseres Verständnis der Welt hinwirken. Sie sind dazu da, um auch Toleranz und Frieden zu fördern. So steht es auch in einem Schreiben der Unesco-Generalkonferenz. Diese erklärte im Jahr 2005 den dritten Donnerstag im November zum Welttag der Philosophie. Dieser soll, so die Unesco, „der Philosophie zu größerer Anerkennung verhelfen und ihr und der philosophischen Lehre Auftrieb verleihen“. „Ich weiß, dass ich nicht weiß.“ Das ist zum Beispiel eine ganz alte und überlieferte Aussage von einem Philosophen namens Sokrates (in Platons Apologie des Sokrates und Meno, 4. Jahrhundert v. Chr.). Was meint ihr, bedeutet das? Also: Es gibt Menschen, die glauben, sich in bestimmten Feldern gut auszukennen. Diese Menschen haben deshalb oft klare Vorstellungen davon, was richtig oder falsch ist, was gut oder nicht so gut ist. Sie lassen deshalb keine anderen Ansichten, keine andere Meinung zu. Philosoph Sokrates fordert diese Überzeugung heraus, indem er fragt, ob es sich bei diesem vermeintlichen Wissen tatsächlich um Wissen oder nur Meinung handelt. Denn genau hier liegt die Krux dieses oft falsch wiedergegebenen Zitates. Sokrates nämlich sagte, dass er „nicht wisse“, sondern nur „meine“. Er drängt also niemanden irgendwas auf, sondern akzeptiert die Meinung des anderen. Doch macht das jeder? Macht ihr das?

Redaktion

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