Passionsfestspiele - Legendärer „Barterlass“ in Oberammergau Nun heißt es: Lass wachsen

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Der Spielleiter der Oberammergauer Passionsspiele Christian . © dpa

Es begann 1633 mit einem Pestgelübde: Damals gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre die Passion Christi aufzuführen, wenn niemand mehr an der Seuche sterben würde... 2020 wäre es wieder soweit gewesen, eine Seuche namens Corona hat es verhindert und dafür gesorgt, dass die traditionsreichen Passionsfestspiele um zwei Jahre auf Ostern 2022 verschoben wurden.

Hoffnung auf Ostern 2022

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Am Aschermittwoch erging nun hierfür wieder der berühmte „Barterlass“: Für fast die Hälfte der Oberammergauer gilt ein Haarschneide- und Rasierverbot. Spielleiter Christian Stückl und Bürgermeister Andreas Rödl schlugen offiziell das Plakat mit dem Aufruf vor dem Passionstheater an. Beide zeigten sich optimistisch, dass 2022 die wegen der Pandemie um zwei Jahre verschobene Passion stattfinden kann. „Wir sind guter Dinge“, sagte Rödl. Stückl äußerte sich zurückhaltender: „Man hat die eine oder andere Nacht, in der man denkt: Hoffentlich läuft es.“

Bei derzeitigen Regeln seien Aufführungen mit etwa 800 Menschen auf der Bühne und 4500 im Zuschauerraum nicht machbar. Aber: „Wir haben ja noch ein Jahr!“ rcl/dpa