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Adventskalender - Türchen 10 An der Uhr gedreht

Die Zeit vergeht schnell, rast quasi an den Menschen vorbei. Schon bald bricht das neue Jahr an und Ralf Strauch möchte einfach ins Hier und Jetzt zurückfinden.

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Kommentar von
Ralf Strauch
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Und schon steht der dritte Advent vor der Tür! Wie ist das denn passiert? War nicht gerade erst November? Und ist dann nicht bald schon wieder Weihnachten? Moment mal, dann ist ja über kurz oder lang bereits 2022. Bald ist Ostern, Sommerferien, Halloween und dann schon wieder Advent. Die Zeit scheint schneller und schneller zu vergehen – sie rast an mir vorbei.

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Das hat’s früher, als Kind, nicht gegeben. Da schien mir der Advent als Ewigkeit und nicht wie ein Beschleunigungsstreifen auf der L 599 – obwohl: den gibt’s bei Brühl ja gar nicht. Egal: Was ist denn jetzt passiert? Es ist – so sagt ein gutmeinender Freund – meine Art der Wahrnehmung. Schaut man dem Sekundenzeiger bei seiner Arbeit zu, bewegt er sich ziemlich langsam, und je genauer man ihn anschaut, umso langsamer scheint er zu werden.

Wahrzunehmen, wie die Zeit vergeht, und sich zu erinnern, wie man sie verbracht hat, sind zwei unterschiedliche Dinge. Es gibt zwei Ebenen der Zeitwahrnehmung: die direkte im Moment und die vergangener Zeiten im Rückblick. Wir achten besonders darauf, wie schnell oder langsam die Zeit vergeht, wenn wir Angst haben, zu spät zu kommen, uns langweilen oder ungeduldig sind. Insgesamt bedeutet es nichts Gutes, wenn wir den Kalender oder die Uhr zu sehr im Blick haben. Wenn die Zeit dagegen wie im Flug vergeht, interpretieren wir das oft so, dass wir so viel Spaß hatten, dass wir gar nicht auf sie geachtet haben. Kinder achten im Advent viel stärker darauf, wie die Zeit vergeht, weil sie sich Weihnachten voller Ungeduld herbeisehnen. Die Tage bis Heiligabend kommen ihnen wie eine Ewigkeit vor – Tür für Tür für Tür im Adventskalender. Für uns Erwachsene, die wir im in dieser Zeit neben dem Alltagskram noch mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt sind, bleibt oft keine Zeit für ungeduldige Vorfreude. Die Tage bis Weihnachten sind so vollgepackt, dass wir kaum mitbekommen, wie die Zeit vergeht.

Also, bevor wir in Zeit und Raum verloren gehen, lassen Sie uns einmal durchatmen. Sagen wir: Stopp! Schauen wir einfach mal, wo wir im Jetzt und Hier sind. Und seien wir zufrieden mit uns. Und damit, wie gleichmäßig die Zeit vergeht, denn an der Uhr können wir doch nicht drehen.

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Autor

Thema : SZ Adventskalender

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