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Dem Alltag stellen

Franz Anton Bankuti und Zitate, die in die Zeit passen – oder auch nicht

Veröffentlicht
Kommentar von
Franz Anton Bankuti
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Es heißt: „Die Zeit ist aus den Fugen.“ Das wäre natürlich auch ein passender Gedanken für eine Neujahrspredigt in Hockenheim gewesen. Aber den Satz kennen wir ja vom Ende des ersten Aktes von „Hamlet“ und der Autor William Shakespeare ist immerhin schon seit anno domini 1616 tot. Und auch Fjodor Dostojewskis Geburtstag ist schon 200 Jahre her, aber sein Gedanke: „Je mehr man versteht, desto deprimierter wird man“ lässt uns an unsere heutige Situation denken. Wir reden von „G“ und eins und zwei und drei und auch noch „plus“ und wissen, dass es notgedrungen stets zu ein wenig „Lebensqualität minus“ führt.

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„Es gibt gewiss bessere Zeiten“, hat Jean Paul Sartre formuliert, „aber das ist die unsrige“. Wer hätte schließlich daran gedacht, dass Desinfektionsspender einmal als „Orte der Nächstenliebe“ betrachtet werden könnten.

Den Jahreswechsel hat man natürlich in Hockenheim (möglichst) nach den (gerade) aktuellen Bestimmungen gefeiert. Wer geimpft und nochmals geimpft und geboostert war und zudem noch alleine Silvester feierte, der konnte kaum etwas falsch machen. Ansonsten musste man sich schon mit dem großen Corona-Krisen-Einmaleins beschäftigen. Und neuer guter Vorsätze zu Jahresbeginn bedarf es im Grunde genommen auch nicht. Es gibt schon genügend, man muss sie nur anwenden. „Aber wie?“ mag vielleicht mancher fragen. Dem könnte man mit John F. Kennedy und seinem Gedanken antworten: „Wir müssen die Zeit als Werkzeug benutzen, nicht als Couch.“

Fest steht jedenfalls eines: Einfacher ist das Leben in Pandemie-Zeiten bestimmt nicht geworden. Der Gedanke von Blaise Pascal „Alles Unglück des Menschen kommt daher, dass er sich nicht ruhig in seinem Zimmer zu halten weiß“, führt in unserer Corona-Zeit nicht weiter. Corona lässt sich nicht aussitzen. „Lockdown“ oder noch „Lockdowner“, wir können uns nicht einigeln, keinen Winterschlaf halten. Wir müssen uns einfach, wo und wie auch immer, dem Alltag stellen. Das oft zitierte „Traumland Alltag“ fordert auch uns Kurpfälzer mehr heraus, als wir es wohl je gedacht hätten.

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Allerdings, Resignation ist keine Option. Was jedem individuell bleibt, ist der gesunde Menschenverstand. Stimmt: Unsere beste Waffe ist der gesunde Menschenverstand. Bleibt nur zu hoffen, dass (in diesem Falle) nicht zu viele unbewaffnet sind ...

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