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Die Verwalter

Gert Häusler über die „öffentlich-rechtlichen“ ZDF & Co.

Veröffentlicht
Kommentar von
Gert Häusler
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Das ZDF als „Beamtenladen“ zu verspotten, wäre nicht nur engagierten Journalisten, sondern auch vielen tüchtigen Beamten gegenüber ungerecht. Die derzeit politisch-populistisch verstärkten Angriffe auf den „Verwaltungsmoloch mit angeschlossenem Fernsehsender“ werfen dennoch ein Schlaglicht auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.

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ARD und ZDF bemühen sich seit einigen Jahren darum, zu den neuen Medien nicht allzu sehr an Boden zu verlieren. Videotext und Mediatheken sollen einen schnellen Blick auf Programm und Informationen ermöglichen und den problemlosen Zugriff auf versäumte Sendungen über die Archive. Mit der Aktualität ist das aber so eine Sache: Kürzlich wollten wir in ZDF Info eine der unterhaltsam-informativen „History“-Dokus anschauen. Es ging um Willy Brandt, Franz Josef Strauß und andere.

Als die Rolle des engen Brandt-Mitarbeiters und gerade enttarnten DDR-Spions Günter Guillaume geschildert werden sollte, waren plötzlich Bild und Ton des Beitrags weg. Dafür kam – erst ohne Ton – eine Fußballübertragung. Die Fernbedienung war nicht schuld, denn der Videotext zeigte als Programm weiterhin „History“ an. Auch in der Mediathek war unter „Mein ZDF“ keinerlei Hinweis zu finden.

Moderne Medien: Kurzerhand über „Zuschauerkontakte“ eine E-Mail mit der Bitte um zeitnahe Klärung verschickt. Nach einem Tag gab’s immer noch keine Antwort, immerhin wurde – nachträglich – der Programmhinweis korrigiert. Vielleicht ist in Mainz doch mehr Verwaltung als Programm?

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Freier Autor Gert Häusler schreibt gern Kolumnen über Alltägliches.

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