Dumm, aber schlau: Spülen geht auch noch von Hand

Lukas Heylmann muss aus eigener Schuld kreativ werden und hilft sich beim Spülen nun mit einem Mikrofaserlappen - aber nicht zum Säubern.  

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Lukas Heylmann
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Mit einem Satz – natürlich bei jeder passenden und zumindest halb passenden Gelegenheit angewendet – hat mich mein Vater vermutlich mehr geprägt als mit allen anderen: „Man darf ruhig blöd sein, man muss sich nur zu helfen wissen.“ Daher war das auch das Erste, was mir kürzlich in den Sinn kam, als mich in meiner neuen Wohnung ein Paket erreichte, dessen Inhalt zu wünschen übrig ließ.

Ohne Spülmaschine zu leben ist lästig, aber vertretbar. Jedoch wird der erste Spülvorgang nach Wechseln des Domizils entschieden erschwert, wenn einem erst im Prozess auffällt, dass dem ansonsten handelsüblichen Spülbecken kein Stöpsel beiwohnt. Der moderne (und faule) Mensch bestellt also einen solchen im Internet, bei irgendeiner Blödsinnsseite, die ihn feilbietet und den Vorteil hat, nicht Amazon zu sein. Naiv wie man ist, akzeptiert man nicht nur die albern lange Lieferzeit, sondern nimmt auch an, dass solche Stöpsel eine Einheitsgröße haben.

Dem ist nicht so, wie ein Feldversuch mit dem Produkt ergab. Da kam sofort das eingangs erwähnte Zitat ins Spiel, denn weiterhin mit ziemlich schnell schwindendem Wasser zu spülen, war weder eine ökologische noch eine ökonomische Option. Und so läuft das Geschirrspülen nun schon seit einigen Wochen ab, dass vor dem Stöpsel zur Abdichtung ein Mikrofaserlappen im Abfluss landet. Und schließlich hält, um eine andere Phrase zu bemühen, nichts so lange wie ein Provisorium.

Volontariat

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