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Flexible Lösungen

Benjamin Jungbluth über die Kita-Versorgung in Ketsch

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Benjamin Jungbluth
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Etwas überspitzt formuliert wird in Ketsch seit dem Trubel um den Marktplatz nur noch an einer Stelle öffentlich gebaut: Bei den Schulen und Kitas. Nahezu allen großen Ausgaben der letzten Jahre, die nicht für die obligatorischen Verpflichtungen der Kommune verwendet werden mussten, gingen in die Sanierung und den Neubau von Unterrichts- und Betreuungsplätzen. Und ein Ende dieses Baubooms ist nicht in Sicht: Die Neurottschule wird brandschutzsaniert und erweitert, die Alte Schule erhält einen großen Anbau. Und die Allerjüngsten bekommen neue Plätze, wenn statt bislang 120 bald mehr als 200 Unter-Dreijährige versorgt werden können.

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Dieser Trend fußt auf einer wachsenden Nachfrage von Eltern, die ihren Nachwuchs schon früh in eine Betreuung geben wollen oder müssen. Und auch der Bundesgesetzgeber macht den Kommunen Druck: Inzwischen gibt es nicht nur einen Rechtsanspruch auf einen Kita- und auf einen Kindergartenplatz, sondern ab 2026 auch auf eine Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Für die Gemeinden bleibt also noch einiges zu tun.

So sehr viele Eltern diese Entwicklung auch begrüßen, so komplex kann sie an anderer Stelle sein. So kommt es eben nicht nur auf die Quantität der Betreuungsplätze an, sondern vor allem auf ihre Qualität. Diese in hoher Stückzahl zu gewährleisten, dürfte sich als weitere Herausforderung herausstellen. Und wenn dann später die Zahl der Kinder wieder zurückgehen sollte, müssen die Kapazitäten erneut angepasst werden, diesmal nach unten. Insofern ist es durchaus verständlich, dass Kommunen einen Teil der Plätze mit teils langjährigen, aber deutlich flexibleren Lösungen abzudecken versuchen: Was man schnell aufbauen kann, kann man später auch wieder schnell abbauen.

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Benjamin Jungbluth
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Freier Autor Freier Journalist für die Region Heidelberg, Mannheim und Rhein-Neckar. Zuvor Redakteur bei der Schwetzinger Zeitung, davor Volontariat beim Mannheimer Morgen. Neben dem Studium freie Mitarbeit und Praktika u.a. beim Mannheimer Morgen, der Süddeutschen Zeitung, dem SWR und der Heidelberger Studentenzeitung ruprecht.

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