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Knapp daneben

Gert Häusler über die Tücken von Kurznachrichten

Veröffentlicht
Kommentar von
Gert Häusler
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Nicht nur die junge Generation telefoniert weniger. Kurze Mitteilungen oder Termine für Verabredungen erfolgen immer häufiger per Smartphone. Die Nachrichten sind ja auch schnell dahingetippt und Sorgfalt bei Formulierungen oder Rechtschreibung sind oft zweitrangig. Die Empfänger wissen ja meist, was gemeint ist, und lesen dann automatisch den aus ihrer Sicht richtigen Text.

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Kürzlich ging es einer Freundin mit der Mitteilung einer Bekannten so. Diese entschuldigte sich nämlich, dass sie sich noch immer nicht gemeldet habe. Ob man sich vielleicht am nächsten Tag bei einem Stück Kuchen vom „Franzosen“ und einem Kaffee treffen könne. Unsere Freundin schrieb „sehr gerne“ zurück und war zur vereinbarten Zeit im französischen Café. Dort wartete sie vergeblich auf ihre Bekannte. Langsam ungeduldig geworden, versuchte sie, die Bekannte immer wieder zu erreichen. Schließlich bestellte sie sich einen Café au Lait mit einem Croissant.

Während sie ihren Kaffee trank, meldete sich die Bekannte am Handy und fragte, wo sie denn bliebe. Sie sitze zuhause mit einem schönen Kuchen vom Franzosen und warte auf den Kaffeebesuch. Verdutzt schaute unsere Freundin die WhatsApp-Mitteilung nochmals genauer an. Die lautete: „Hast du Lust, morgen gegen 15 Uhr auf einen Kaffee und ein Törtchen vom Franzosen vorbeizukommen?“ Das war eindeutig. Unsere Freundin hatte beim ersten Lesen jedoch schon ihr automatisches „Korrekturprogramm“ eingeschaltet, das wollte einfach „beim Franzosen“ verstehen.

Zu Kaffee und Kuchen haben sie sich am Nachmittag dann doch noch vergnügt getroffen.

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Freier Autor Gert Häusler schreibt gern Kolumnen über Alltägliches.

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