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Lebbe geht weider…

Gert Häusler sinniert über Sieger und Verlierer in Sport und Politik

Veröffentlicht
Kommentar von
Gert Häusler
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Fußball-Bundesliga 1992: Eintracht Frankfurt hatte nach einer tollen Saison den letzten Spieltag, auswärts gegen den Absteiger Hansa Rostock – sie verloren und verspielten so die Meisterschaft. Das Ergebnis fühlte sich für die Frankfurter niederschmetternd an, eine Reaktion hat jedoch allen Schmerz überlebt. Der damalige Trainer „Stepi“ Stepanovic sagte seiner Mannschaft in der Halbzeit „Egal was kommt, wir werden hinterher nicht weinen und irgendwen beschimpfen.“

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Auf der Pressekonferenz sprach er dann sein legendäres „Lebbe geht weider“. Der Spruch wurde nicht nur am Main Kult – er ist in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeflossen. Jetzt ist das Wahlturnier zu Ende, an der Tabelle wird noch etwas gerechnet. Sicher ist aber, es gibt Sieger und Verlierer, obwohl es den herausragenden Spieler oder überlegenen Verein nicht gab. Dafür, wie bei jedem Sportturnier, Rempeleien, diverse Abseitsstellungen und Verletzungen.

Spannend wird es in den kommenden Tagen: Wer steigt auf und wer wird zu den traurigen Verlierern gehören? Gibt es Trainerentlassungen, werden Führungsspieler ausgewechselt und was bleibt von den Spielphilosophien während des Turniers übrig? Wie auch immer Gewinner und Verlierer damit umgehen werden, gültig bleibt, was auch Petra Gerster am letzten Tag ihrer Moderatorentätigkeit für das ZDF sagte: „Lebbe geht weider“.

Freier Autor Gert Häusler schreibt gern Kolumnen über Alltägliches.

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