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Nicht für die Hütte geboren

Nikolaus Meyer blickt in die Seele des Malers Anselm Feuerbach

Veröffentlicht
Kommentar von
Nikolaus Meyer
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Timo Effler vom Zimmertheater ließ jetzt bei einem Festakt Persönliches aus dem Leben des Kunstmalers Anselm Feuerbach Revue passieren. Der Monolog über Lebensstationen ermöglichte großartige und nicht immer fröhliche Einblicke in die Persönlichkeit des Malers, der sich oft unverstanden fühlte. Gegensätzlich seien auch die Urteile über die künstlerischen Fähigkeiten und Bestrebungen des jungen Malers gewesen.

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Einige in verschiedenen Städten geschriebene Briefe an die Familie machen dies deutlich. Düsseldorf: „Die Hand ist nicht schnell genug, um meine Gedanken malerisch zu verarbeiten!“ München: „Kein Strich beweist, was ich in mir fühle!“ Paris: „Ich hatte gehofft, dass wenigstens eine meiner früheren Arbeiten verkäuflich sei – nichts!“ Venedig: „Ich bin zu Großem berufen. Bin nicht für die Hütte, sondern für den Palast geboren!“ Florenz: „Ich muss in Italien bleiben. Will hier sterben!“ Rom: „Ein neuer Geist. Vollzug eines Wunders. Eine Welt von Bildern steigt in mir auf! Man hat mir eine kleine Insel zum Kauf angeboten. Die Idee ist nicht übel. Ich will dort begraben sein. Die Grabinschrift ist schon fertig und lautet: Hier liegt Anselm Feuerbach, der im Leben manches malte, fern vom Vaterlande – ach, das ihn immer schlecht bezahlte!“

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