Parmesan als Krönung

Janina Hardung sieht auch in kleinen Schritten einen Erfolg

Von 
Janina Hardung
Lesedauer: 

Noch ein paar Nudeln sind zu sehen: kein Problem. Die Käsereibe ist griffbereit und die feinen Schnipsel rieseln wie Neuschnee über mein Mittagessen. Meine Liebe zu Käse ist vermutlich erblich bedingt – auch in meiner Familie ist Käse über fast jedem Gericht die Krönung.

AdUnit urban-intext1

Jeder Mensch hat wahrscheinlich so eine seltsame Essensangewohnheit. Eigentlich auch nicht weiter tragisch. Außer, es muss verzichtet werden. Auf Fleisch, Fisch oder – wie als Veganer – auf sämtliche tierische Produkte.

Als meine Kollegin mit dem „Veganuary“ angefangen hatte, habe auch ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt. Ziemlich oft habe ich meinen Hut vor ihr gezogen. Ständig kam mir in den Sinn, auf was ich verzichten müsste, würde ich tatsächlich vegan leben. Die Frühstückseier am Wochenende, cremige Sahnesoße – und (wie oben schon ausführlich beschrieben) Käse.

Aber deshalb einfach den Kopf in den Sand stecken – und so weitermachen wie bisher? Das ist der falsche Weg. Manchmal muss es nämlich nicht „alles oder nichts“ heißen. Die Aktion „Veganuary“ macht aufmerksam, sie regt die Menschen zum Nachdenken an und lässt sie ihre Essensgewohnheiten hinterfragen. Ich habe mir in den vergangenen Wochen überlegt: Was esse ich sehr gerne und was vielleicht nur aus Gewohnheit? Für was gibt es eine leckere Alternative? Und ich finde, da darf jeder sein kleines Laster haben – zum Beispiel Käse.