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Kommentar Rothacker'sches Haus als Gesamtes betrachten

Sicher, es lässt sich darüber streiten, ob es diese XXL-Version beim Umbau des Rothacker’schen Hauses sein muss. Andreas Lin über die Vor- und Nachteile dieses Projekts.

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Andreas Lin
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Schwetzingen. Sicher, es lässt sich darüber streiten, ob es diese XXL-Version beim Umbau des Rothacker’schen Hauses sein muss oder ob es auch eine Nummer hätte kleiner ausfallen können.

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Aber ich finde, man muss dieses Projekt in einem Gesamtkontext sehen. Das fängt beim bisherigen Karl-Wörn-Haus an, das von seiner Substanz her marode, baulich verwinkelt, zu klein und nicht barrierefrei ist. Würde das Museum dort bleiben, wäre eine aufwendige Sanierung notwendig. Aber der Standort an der Südtangente ist auch zu weit weg vom Schuss. Deshalb ist das Museum in seinen 25 Jahren nie richtig in der Mitte der Bevölkerung angekommen.

Zudem gewinnt die Stadt durch den Auszug Flächen, die für eine andere Nutzung – beispielsweise die benachbarte Schule, den Kindergarten oder die Vereine – genutzt werden können.

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Dann der Bereich rund ums Rothacker’sche Haus. Dass hier dringend etwas getan muss, steht außer Frage: Das Gebäude mit seinem Außengelände ist genauso ein Schandfleck wie der dahinter liegende kleine Teil des Parkplatzes und das daneben befindliche Grundstück, auf dem früher die Spargelgenossenschaft stand und das seit Längerem als Baustofflager genutzt wird. Und das am größten Parkplatz der Innenstadt, wo viele Touristen ankommen. Eine gute Visitenkarte der Stadt sieht anders aus. Auch der Messplatz selbst ist gestalterisch keine Schönheit. Vielleicht lässt sich im Zuge einer Umgestaltung die schwierige Einfahrtssituation verbessern.

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Mit dem neuen Kulturzentrum, dem geplanten städtischen Wohnhaus an der (ebenfalls sanierungsbedürftigen) Invalidengasse und einem aufgehübschten Messplatz gewinnt die Innenstadt zweifelsohne an Attraktivität – wenn da nicht die hohen Kosten wären.

Aber dagegenzurechnen, was man mit dem Geld hätte sonst anstellen können, ist eine Milchmädchenrechnung. Der eine würde dafür lieber Wohnungen bauen, der andere Abgaben und Gebühren senken, der nächste würde eine Sporthalle, ein Parkhaus oder eine Freizeiteinrichtung bauen – je nach subjektivem Empfinden.

Aber jetzt, da der Beschluss gefasst ist, muss sich die Stadt an ihren Vorgaben messen lassen, was vor allem die Kostenkontrolle angeht. Beim Bellamar und dem Neubau hat das ja wohl gut funktioniert.

Aber auch die Suche nach weiteren Zuschussmöglichkeiten ist eminent wichtig. Und das Versprechen, dass die Kunst- und Musikvereine im neuen Haus Platz finden und bei der Planung eingebunden werden, wird gewiss überprüft werden. Der Gemeinderat wird da in den nächsten Jahren insgesamt genau hinsehen müssen.

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Autor Stv. Redaktionsleiter + Lokalsportchef Schwetzinger Zeitung

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