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Vergessen und alleingelassen

Catharina Zelt findet, dass an Studierende zu wenig gedacht wird

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Catharina Zelt
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Die Kommilitonen haben sie bisher nur auf dem Bildschirm gesehen, der Nebenjob ist weggebrochen, sie sind alleine in einer fremden Stadt: Studierende trifft die Pandemie mit am härtesten – und trotzdem redet fast niemand über sie.

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Fast drei Millionen Menschen studieren in Deutschland. Bei einer Umfrage vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Kooperation mit McKinsey gaben 59 Prozent der rund 11 000 Befragten an, dass sie während der Pandemie Motivations- und Konzentrationsprobleme haben. 43 Prozent können außerdem den Lernstoff nicht richtig einschätzen. Unsicherheit über das Studium, mangelnde Digitalkompetenz bei Lehrkräften, erhöhte Arbeitslast – mit all dem haben Studierende zu kämpfen. Ob sie nach drei Online-Semestern endlich zurück an die Uni dürfen, wissen sie nicht.

Die Politiker der Bundes- und Landesregierung sprechen fast ausschließlich über Schüler – schnell brachte man sie zurück in den Präsenzunterricht, versorgte sie mit Tablets und Notbetreuung. Und was ist mit den Studierenden? Sie werden einfach vergessen – und das hat fatale Folgen für die psychische Gesundheit. Es ist Zeit, dieser Generation eine Perspektive zu geben, bevor sie komplett ausbrennt.

Volontariat Jungredakteurin der Schwetzinger Zeitung

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