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Vor und hinter der Haustür

Janina Hardung findet, das Vielfalt noch nicht selbstverständlich ist

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Janina Hardung
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Ein schwuler Arbeitskollege oder eine Frau, die sich im falschen Körper gefangen fühlt: Die Gesellschaft wird Studien zu Folge toleranter, öffnet ihren Blick für Menschen, die nicht dem heteronormativen – also „klassischen“ – Gesellschaftsbild entsprechen. Eine Forsa-Umfrage hat gezeigt: 64 Prozent der Deutschen fanden es gut, dass als Zeichen der Solidarität öffentliche Gebäude beim Fußball-Europameisterschaftsspiel Deutschland gegen Ungarn mit Regenbogenfarben angeleuchtet wurden. Trotzdem bleibt diese Toleranz bei vielen an der Oberfläche – umso weiter weg, umso offener scheinen die Menschen zu sein. Ganz nach dem Motto: Soll doch jeder so leben, wie er möchte. Wenn sich aber jemand beispielsweise im Familienkreis outet, sieht dieses Verständnis (dann leider doch oft) verhaltener aus. Bei einer Online-Umfrage von Meinungsforscher Markus Küpper haben ein Fünftel der befragten Lesben und Schwulen angegeben, dass es in ihren Familien nicht erwünscht ist, sich mit ihren Partnern zu zeigen.

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Weil es für viele Menschen eben noch nicht selbstverständlich ist. Da gibt es die Zweifler und die Verunsicherten. Das Unbekannte schwebt für sie in der Luft, das so lange Zeit missbilligt wurde. Deshalb sind Demonstrationen wie der Christopher Street Day gerade auch in kleineren Gemeinden so wichtig – eben vor der Haustür. Damit alle spüren: diese Vielfalt, die gibt es überall.

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Redaktion Redakteurin für Print und Online in Schwetzingen.

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