AdUnit Billboard

Vorgeschmack auf Ruhestand

Franz Anton Bankuti wälzt hintergründige Urlaubsgedanken

Veröffentlicht
Kommentar von
Franz Anton Bankuti
Lesedauer

Endlich Urlaub. Kein Wecker, kein Termin, kein Drang und Zwang. Urlaub also. Schon ein wenig Vorfreude auf den (irgendwann beginnenden) Ruhestand? Kann schließlich eine interessante gedankliche Reise sein. Urlaub forever klingt doch vielversprechend.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Gewiss, so manches hat sich geändert. Früher bekam man mitunter zum Abschied aus dem Berufsleben beispielsweise eine goldene Uhr geschenkt. Heute wird einem bestenfalls noch gesagt, wie spät es ist. Vielleicht auch, dass es eigentlich schon zu spät ist. Nun ja, auch das schönste Grün wird einmal Heu.

Aber wer ist eigentlich alt? Sind es die Päpste, die früher ihren 80 plus x-ten Geburtstag feierten? Ist es der Mittfünfziger, der als Manager gnadenlos ausgemustert wird? Ist es der Endvierziger, dem man als Langzeitarbeitslosen nichts mehr zutraut? Oder ist es die Lehrerin mit knapp 30 Lenzen in den Augen ihrer Erstklässler?

Mehr zum Thema

Politik

Neue Sorglosigkeit

Veröffentlicht
Von
Gudrun Büscher
Mehr erfahren
Interview

Waldhof-Trainer Neidhart: „Facebook & Co. waren für mich ein Zeitfresser“

Veröffentlicht
Von
Alexander Müller
Mehr erfahren

Alter ist wohl relativ zu sehen. Goethe vollendete mit 82 seinen „Faust“, Konrad Adenauer trat mit 87 Jahren als Bundeskanzler zurück und Michelangelo entwarf mit fast 90 die Kuppel des Petersdoms.

Und noch ein ehrlicher (und erfreulicher) Gedanke zum Alter: In einem unserer schönsten Sprichwörter heißt es: „Alter schützt vor Torheit nicht.“ Nichts ist verloren, wir können noch Dummheiten machen. Und auch Max Frisch hatte Recht, als er meinte: „Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur.“

Wir dürfen uns einfach vom Arbeitsalltag nicht zu sehr ärgern lassen. Aber das ist oft leichter gesagt als getan. Gerade wenn man sieht, dass es Leute gibt, die immer mehr Arbeit bekommen, weil sie arbeiten können. Und andere werden befördert, damit sie dabei nicht stören . . . oder zumindest so ähnlich.

Aber nichtsdestotrotz genießen wir erst einmal den Urlaub. Bliebe nur noch die Frage, wie lange man eigentlich Urlaub machen sollte. Auf jeden Fall so lange, dass man vermisst wird. Aber halt auch nicht so lange, dass der Chef auf die Idee kommen könnte, ob er vielleicht ganz auf uns verzichten könnte . . .

Freier Autor

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1