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Weihnachtsmarkt-Absagen: Das falsche Zeichen

Jürgen Gruler kritisiert die neue Absagewelle für Weihnachtsmärkte. Er findet, dass die Politiker in Stadt, Kreis, Land und Bund nicht mutig genug sind.

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Jürgen Gruler
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Die Rathäuser, die jetzt ihre Weihnachtsmärkte absagen, machen es sich zu leicht. Mit viel Engagement hatten Vereine wie der Hockenheimer MarketingVerein nun seit Wochen Hygienevorkehrungen getroffen, Sicherheitsdienste engagiert, Konzepte für Zugangsbeschränkungen erstellt und die Standbetreiber hatten ihre Waren längst eingekauft, die sie an die Kunden bringen wollten. Jetzt bleiben sie auf allem sitzen, können Tage und Wochen voller Arbeit in die Tonne klopfen.

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Und warum? Weil die Politiker in Stadt, Kreis, Land und Bund nicht mutig genug sind. Sie haben die Impfzentren zu einem Zeitpunkt geschlossen, als Israel längst die ganze Bevölkerung zur dritten Boosterimpfung aufgerufen hatte, sie haben Tests kostenpflichtig gemacht, sodass fast alle Testzentren geschlossen haben, weil keiner mehr hinging. Sie haben außer ein paar Appellen viel zu wenig dafür getan, dass mehr Menschen sich impfen lassen und sie diskutieren viel zu spät über die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und handeln trotzdem nicht.

Abgesagt ist schnell, noch eine zackige Begründung formuliert und überhaupt kann man selbst ja nichts dafür. Damit wird die Verantwortung auf den Nachbarn verlagert, der mutig seinen Weihnachtsmarkt durchführen will und zu dem am Ende all jene fahren, die jetzt in Hockenheim nicht feiern dürfen. Damit wurde die Chance vertan zu zeigen, dass dieser Advent möglich ist, wenn man ihn vernünftig absichert.

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zg/mm
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Chefredaktion Jürgen Gruler ist Chefredakteur der Schwetzinger Zeitung.

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