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Wer ist der „Kolabert“?

Veröffentlicht
Kommentar von
Renate Hettwer
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Als neulich im Freundeskreis über Uznamen und ihre dazugehörigen Personen mit viel Gelächter gesprochen wurde, war mir, die ich vor 40 Jahren als Zugereiste in die Kurpfalz kam, natürlich klar, dass es sich um Spitznamen handelt. Und was es da alles gibt!

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Mir fiel eine Geschichte ein, die ich vor Jahren während meines Berufslebens mit einem Uznamen erlebte.

Während der Abwesenheit meines Chefs notierte ich alle Anrufe und Anliegen. Zurückgekommen von seinem Dienstgeschäft ging ich mit ihm das Notierte durch.

„Und dann hat noch ein Herr Kolabert angerufen, der aber seine Telefonnummer nicht nennen wollte, Sie würden ihn auch privat kennen.“ Mein Chef schüttelte den Kopf, „tut mir leid, Frau Hettwer, kenne ich wirklich nicht“. „Ach“, erwiderte ich, „er sagte noch Frollein, sage sie dem Chef oifach, de Batscher hot ogrufe.“ Mein Chef stutzte und dann lehnte er sich schallend lachend zurück.

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„Liebe Frau Hettwer, hätten sie den Uznamen nicht genannt, hätte ich mit dem Namen Kolabert nichts anfangen können.“ Und dann erklärte er mir die hiesigen Besonderheiten: Also, hier in der Kurpfalz sagt man ziemlich oft, der Müller Erwin oder die Becker Annelies. Im Dialekt schnell gesprochen, wird aus dem Herbert Kohl, der angerufen hatte, also Kohl Herbert, schnell „der Kolabert“.

Aha, ich musste ebenfalls herzhaft lachen. Da hatte ich damals sprachmäßig wieder etwas dazugelernt.

Und deshalb grüßt Sie heute mal ganz herzlich die Hettwer Renate aus Neilosse.

Freie Autorin

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