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Abbas als Friedensbringer?

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Zum Leserbrief „50 Jahre nach dem Attentat“ (SZ-Ausgabe vom 20. August) wird uns geschrieben:

Es wäre schön, wenn es so sein könnte – doch Palästinenserchef Mahmud Abbas hat in Wirklichkeit zwei Gesichter und zwei Zungen. Schon lange verfolgen wir diese Situation durch tägliche Nachrichten aus Jerusalem. In Wirklichkeit ist er ein Verfechter für den Untergang Israels. („Im Namen Allahs darf man lügen, wenn es von Vorteil ist.“)

Den Palästinensern im Gazastreifen geht es wirklich nicht gut, da sie unter einer korrupten Regierung leiden. Nach Ryan Jones (israel.heute) finanzieren die westlichen Länder die palästinensische Autonomiebehörde momentan mit Hunderten von Millionen Dollar, obwohl diese damit den Terror unterstützt. Denn diese Gelder landen nicht bei der Bevölkerung: Unter Krankenhäusern werden gekaufte Raketen vom Iran gelagert, um sie gegen Israel einzusetzen. Terrortunnel werden unter den Wohnungen der Zivilbevölkerung gegraben, denn man weiß, dass Israel human ist und Zivilisten möglichst schont: Hat jemals ein „Feind“ vor dem Angriff Flugblätter fallen lassen, Smartphone-Anrufe angewendet oder das sogenannte „Dachklopfen“ auf entsprechende Häuser getätigt, um die Zivilbevölkerung vor einem Angriff zu warnen, wie es das israelische Militär immer wieder tut?

Dies wird von den radikalen Palästinensern schamlos ausgenutzt. Dazu werden Familien von Attentätern zeitlebens fürstlich bezahlt, während das Volk leidet. Palästinenser, die gegen diese Korruption vorgehen, kommen ins Gefängnis, werden brutal gefoltert und hingerichtet. Man versucht, vor allem Jugendliche mit allen Mitteln zu gewinnen, mit Attentaten und geplanten gewaltsamen Aufständen gegen die „israelische Besatzung“ vorzugehen. Palästinenserchef Abbas forderte letztens auf der Pressekonferenz mit US-Präsident Joe Biden unverblümt ein Ende der „74-jährigen Besatzung“. Mit anderen Worten: Abbas verlangt das Ende des Staates Israel, das 1948 – vor 74 Jahren – rechtlich gegründet wurde.

Nun behaupten die heutigen arabischen Führer, Israel habe es nie gegeben? Sie leugnen auch alle Verbindungen Israels zum Tempelberg. Einem offiziellen Fernsehbericht der palästinensischen Autonomiebehörde vom 15. Juli zufolge sagte Abbas: „Ist es nach 74 Jahren Nakba – der ,Katastrophe’, wie die Palästinenser die Gründung Israels nennen – Vertreibung und Besatzung nicht an der Zeit, dass diese Besatzung beendet wird, dass unser Volk seine Freiheit und Unabhängigkeit erlangt? Und der Weg beginnt mit dem Ende der israelischen Besatzung unseres Landes, des Staates Palästina.“ Seit wann ist das Westjordanland ein „Staat Palästina“? Genau genommen zogen Araber aus den umliegenden Ländern in dieses Gebiet. Auf diesem Gebiet gab es noch nie einen eigenständigen „Staat“. Westjordanland und Gaza gehörte schon immer zu Israel. Um des „Friedenswille“ wurde der Gazastreifen 2005 auf Druck von Amerika von den Israeliten geräumt und entwickelte sich seitdem zu einem Terrornest.

Wie Abbas offen erklärte, ist die Gründung des palästinensischen Staates (Judäa-Samaria, Gaza und Ost-Jerusalem) nicht das endgültige Ziel. Er ist nur der Anfang des Weges zur Erreichung des wahren Ziels, Israel zu zerstören und das gesamte sogenannte „palästinensische Gebiet“ zu befreien, das seit 74 Jahren von Israel „besetzt“ sei. Solange die Palästinenser nicht das moralische, historische und rechtliche Existenzrecht Israels akzeptieren, wird es keinen Frieden geben. Abbas war ja von unserem Bundeskanzler Olaf Scholz privat eingeladen worden, wobei er dann öffentlich Israel der „50 Holocausts an den Palästinensern“ beschuldigte. Wie will man mit so einem Mann zusammenarbeiten?

Abbas weist eine lange Geschichte als serienmäßiger Holocaust-Leugner auf und musste sich in der Vergangenheit mehrmals für Kommentare dieser Art entschuldigen.

Dora Weimer, Hockenheim

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