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Zeit des Trauerns - Für die Opfer des Holocaust bei uns die Glocken läuten lassen Antisemitismus und unsere Verantwortung

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Am 8. April gedachte Israel der sechs Millionen Opfer des Holocaust durch Deutschland. Weitere Gedenktage folgten. Viele Opfer waren nötig, um Israel wieder als Staat aus der Asche zu heben. Leider nimmt der Antisemitismus auch in unserem Land drastisch zu. Viele Deutsche haben ein negatives Bild von Israel, der einzigen Demokratie im Nahen Osten. Warum? Ständige Kritik vergiftet das Klima und die Solidarität mit den Juden. Während sich Deutschland an die Shoah erinnert, werden lebende Juden in Israel kritisiert und verteufelt, so Gottfried Bühler von der ICEJ (Internationale Christliche Botschaft Jerusalem).

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Unsere Regierung mit der Bundeskanzlerin stellt sich hinter das Versprechen: „Nie wieder“. Doch – wie sieht die Realität aus? In wie vielen Abstimmungen bei der UNO, in denen Israel von arabischen Ländern zu Unrecht angeklagt wurde, hat sich Deutschland gegen Israel gewandt – oder sich enthalten!

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNHRC) hat eine Resolution der Araber verabschiedet, die ein Waffenembargo gegen Israel forderte und auch von Deutschland unterstützt wurde! Man will dem kleinen jüdischen Staat seine Verteidigungsmöglichkeiten verringern, obwohl Israel von so vielen Feinden umgeben ist.

Israels UN-Vertreterin Shahar sagt: „Die Resolution ist einseitig und verzerrend. Länder, die einer solchen Resolution zustimmen, können nicht als ehrliche Vermittler im Nahost-Konflikt auftreten.“

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Vor Jahren sprach Angela Merkel vor der Knesset: „Die Sicherheit Israels ist für mich niemals verhandelbar. Wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben.“

Doron Schneider, ein deutschstämmiger Jude aus Israel, schreibt dazu: „Wir Israelis, die in der IDF (Israels Verteidigungskräfte) gedient haben und wissen, dass unsere Waffen nur zur Verteidigung in unserem Existenzkampf verwendet werden, interpretieren diese Entscheidung so: Deutschland verhindert unsere Verteidigungsmöglichkeiten und stärkt Israels größte Feinde, deren Ziel es ist, Israel zu vernichten.“

Sollte nicht ganz Europa wie ein Mann hinter Israel stehen? Sie haben dieses Land wieder erworben – und vorher sogar vertraglich von den Siegermächten nach dem Ersten Weltkrieg verbrieft und versiegelt bekommen (auch vom heutigen Jordanien!).

Nun hat Gottfried Bühler, der sich sehr für die Unterstützung Israels einsetzt, ein Anliegen: Sollte Deutschland als das „Täterland“ betreffs Holocaust nicht ein deutliches Zeichen der Solidarität zu Israel setzen? Am 8. April, dem israelische Gedenktag Yom Ha Shoah, heulten im ganzen Land für zwei Minuten alle Sirenen, der ganze Verkehr, jeder Fußgänger stand still. Wäre es nicht ein Zeichen von deutscher Seite aus, sich hier künftig mit Israel zu verbinden, indem man zur gleichen Zeit die Glocken läuten lässt und so die Gedanken der Deutschen auf das „Nie wieder“ zu richten?

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Es gibt eine Reihe Deutscher, die meinen, „genug ist genug. Man muss es mal hinter sich lassen“. Doch wenn man die Erinnerung verbannt, steht der Antisemitismus verstärkt auf. Beim Gedenktag in Israel wurden abends sechs Fackeln von sechs Überlebenden des Holocaust entzündet, über deren Geschichte kurz berichtet wurde. Unvorstellbar – man kann nur weinen. Im biblischen Buch Joel 1, Vers 2 und 3 fordert Gott auf: „Hört her! Horcht auf, alle Leute im Land! Kam so etwas bei euch schon mal vor? Erzählt euren Kindern davon, damit sie es ihren Kindern weitergeben und diese der nächsten Generation.“

Dora Weimer, Hockenheim

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