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Arme Kuh

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Zum Artikel „Mit dem Schlepper Biertreber holen“ (SZ-Ausgabe vom 23. August) wird uns geschrieben:

Interessant, der arme Landwirt muss früh aufstehen, körperlich arbeiten und hat kaum Urlaub. Ist das ernst gemeint, eine ganze Seite, ohne eine kritische Betrachtung dieser grausamen Tierhaltung? Schade, dass Sie nicht über „ein Leben als Milchkuh“ schreiben. Das wäre (zu) kritischer Journalismus gewesen. Stattdessen Fotos der Kühe in Ketten mit einer belanglosen Unterschrift.

Daran, dass Massentierhaltung brutal ist, zweifelt kaum jemand. Aber dieses Beispiel zeigt, dass selbst kleine Betriebe ihre Tiere quälen. Ein „Landwirt aus Leidenschaft“, der Leiden schafft: Die Kühe stehen im Stall, sind angebunden und kennen weder Himmel noch Weide. Für die Kuh ist es gleichermaßen grausam – ob sie zusammen mit 65 oder 650 Kühen im Stall steht und steht. Rinder legen unter naturnahen Bedingungen bis zu 40 Kilometer pro Tag zurück.

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Von
Jonathan Groß
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Über die Trennung der Kälber und Mütter nach der Geburt in der Milchviehhaltung könnte man auch nachdenken. „Man hat nicht ein Herz für Menschen und eines für Tiere. Man hat ein einziges Herz oder gar keins.“ (Alphonse de Lamartine)

Birgit Schillinger, Schwetzingen

Anmerkung der Redaktion: Die Serie heißt „Ein Tag als“ und zeigt die Arbeit eines Menschen in einem nicht ganz alltäglichen Beruf auf. In anderen Beiträgen haben wir uns auch schon mit den genannten Themen beschäftigt.

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