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Bebauungsplan am Schrankenbuckel fast gekippt

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Es zeigt, wie umstritten die geplante dichte Bebauung des bisherigen Fußballplatzes Am Schrankenbuckel ist: eine dünne Mehrheit im Brühler Gemeinderat. Und wenn die zwei Räte, die erklärte Gegner des Vorhabens sind, anwesend gewesen wären – dann wäre der Plan vorerst vom Tisch. Da hätte auch das wiederholte Schönreden nichts mehr genutzt.

Der Schaden ist nun groß, wenn man bedenkt, dass eine ähnliche Bebauung auch am jetzigen Standort des Sportpark-Süd hätte stattfinden können und für zwei Millionen Euro (Aussage des Bürgermeisters) die Anlagen Am Schrankenbuckel saniert gewesen wären. In Zahlen: 15 Millionen Euro Einnahmen für den Verkauf des Geländes minus Sanierung Am Schrankenbuckel, ergeben 13 Millionen Euro, die in der Gemeindekasse geblieben wären. Jetzt sind es null Euro. Schon ein großer Verlust – für ein Prestigeobjekt Sportpark Süd. So viel zum Umgang mit Steuergeldern und der Pflicht, Schaden von der Gemeinde abzuwenden.

Zur jetzt geplanten Bebauung: Die Planungen verfehlen offensichtlich und wesentlich den heutigen Stand zum Umwelt- und Klimaschutz. Von den ursprünglich geplanten Bäumen im Gebiet sind nur noch ein Viertel in den aktuellen Plänen aufgeführt. Auf die Verwendung von recycelbaren Baustoffen ist demnach nur zu achten, aber es verpflichtet den Investor zu nichts. Regenerative Energien sind erwünscht – nicht verpflichtend.

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Niederschlagswasser soll in Rigolen versickert werden, muss aber nicht. Photovoltaik auf dem Dach ist – man staune – erlaubt, aber im Bebauungsplan keine Pflicht – trotz der neuerlichen gesetzlichen Vorgaben. Und Dachbegrünungen sind nur da vorzusehen, wo Photovoltaik installiert ist. So einen verwässerten Bebauungsplan habe ich in der heutigen, vom Klimawandel getriebenen Zeit nicht mehr erwartet.

Klaus Triebskorn, Brühl

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