Beim Radweg über die Brücke endlich den Fehler zugeben

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Zum Radweg über die Salierbrücke in Richtung Speyer wird uns geschrieben:

Nun wurde der Fahrradweg über die Salierbrücke nach Speyer verbreitert und mit viel Aufwand gesichert. Schön ist die Stahlwand aber nicht. Dass die Verantwortlichen beim Land und Kreis den Zubringerfahrradweg dabei abgebaut haben und man nur über einen langen und umständlichen Weg, jetzt über die Brücke fahren kann, das ist halt so?

Jetzt auf einmal hat man Eidechsen und Feldlerchen entdeckt und nicht das Versagen der Beamten in den zuständigen Behörden. Nicht denen ist der Fehler zuzuschreiben, nein, es sind die Eidechsen und Feldlerchen, die sind schuld. Glauben die Beamten des Landes tatsächlich, die Menschen seien so blöd, dass sie das glauben?

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Sebastian Koch
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Es wurde ein Fehler gemacht. Warum kann das Land Baden-Württemberg dazu nicht stehen? Wir haben drei Landtagsabgeordnete, die sich einen Presseberichtswettstreit über unnötige Themen liefern, über das Thema Radweg Salierbrücke und das Versagen der Landes- und Kreisbeamten gibt es aber keinen Ton. Die Straße auf der baden-württembergischen Seite zur Brücke wurde an der Ampel beim Lußhof verbreitert und der Fahrradweg dabei abgebaut. Er wurde bei der Planung schlicht vergessen.

Da zurzeit kein Geld eingeplant ist und der Umbau schon viel mehr gekostet hat, als vorgesehen (wegen unvorhersehbaren Umständen – wer war da blind?), kann jetzt nicht noch mal zugeschossen werden. Da ist kein Geld mehr da.

Überall fordern unsere Volksvertreter, über alle Parteien hinweg: „Wir brauchen Fahrradwege.“ Hier wird ein Fahrradweg über den Rhein erneuert und ausgebaut, aber der Fehler gemacht, den Zubringer abzubauen.

Wenn man schon einen so eindeutigen Fehler macht, so sollte man dazu stehen und ihn versuchen zu beheben. Und – man könnte doch erwarten, dass unsere gewählten Vertreter, die sich beim Rokokotheater derart versucht haben, sich in den Vordergrund zu spielen, sich hier auch dazu äußern und sich dafür einsetzen, dass der Fehler behoben wird. Aber scheinbar gibt es hier die Absprache, dass keiner den Finger in die Wunde legt.

Wilfried Windisch, Ketsch