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Attentat in Würzburg - Die Geister, die ich rief – warum dürfen uns Gefährder auf der Nase rumtanzen? Bizarr – fast spöttisch

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Im Juni 2016 kam es bei Würzburg schon einmal zu einem islamistisch motivierten Attentat. Die Opfer waren chinesische Touristen, die von einem Afghanen mit einer Axt in einer Regionalbahn schwer verletzt wurden. Der Täter kam Ende Juni 2015 ohne Dokumente über Ungarn und Österreich nach Deutschland.

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Laut zuständigem Oberstaatsanwalt war auf einem aufgezeichneten Handynotruf der Ausruf „Allahu Akbar“ deutlich zu verstehen. Auf der Flucht schlug er einer Passantin, die mit ihrem Hund spazieren ging, mit dem Beil zweimal ins Gesicht.

Fünf Jahre später: Ein eigentlich ausreisepflichtiger Asylbewerber tötet auf barbarische Art und Weise drei Frauen und verletzt weitere sechs schwer. Unter den Getöteten ist eine Mutter, die sich schützend über ihre kleine Tochter warf und eine Studentin, die sich ein Kleid für eine Hochzeit kaufen wollte, bei der sie als Trauzeugin eingeladen war.

Sie werden alle ebenso in Vergessenheit geraten, wie die chinesische Reisegruppe und die vielen anderen Opfer solcher Wahnsinnstaten.

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Und obwohl es auch diesmal Infos über „Allahu Akbar“-Rufe und eine Erklärung des Täters gibt, seinen persönlichen Dschihad verwirklicht zu haben, spekulieren und relativieren diverse Medien über die mögliche Motivation des Täters bis zum Abwinken. „Die Opfer seien zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen“, heißt es in den Nachrichten.

Für mich ist das eine hämische Verhöhnung der Betroffenen, denn für mich war der Täter da, wo er nicht hingehört! Manche bizarre Reaktionen auf solche Terrortaten haben schon einen spöttisch zynischen Charakter, weil sie den Anschein vermitteln, dass man sich mehr um die Täter, denn die Opfer sorgt – oder darum, dass die Tat von Rechten instrumentalisiert werden könnte.

Erinnern sie sich noch an das Flüchtlingsmädchen Reem, die der Kanzlerin bei einem Bürgerdialog 2015 ihre Träume, aber auch Ängste – nämlich die Angst vor der bevorstehenden Abschiebung schilderte? Merkels „holzschnittartige Empathie“ führte dazu, dass die 14-Jährige in Tränen ausbrach. Reem wurde nicht abgeschoben und mittlerweile ist aus dem sympathischen Mädchen eine junge Dame geworden, die ihr erstes Buch veröffentlichte.

Aber nicht alle haben dieses Glück. Da werden Schulkinder unter Protest von Lehrern und Mitschülern während des Unterrichts aus ihrer Klasse herausgerissen und samt Familie abgeschoben. Integrierten Flüchtlingen, die zusammen mit ihren Ausbildern glücklich über die bestandene Gesellenprüfung sind, ergeht es ähnlich. Zurück bleiben kopfschüttelnde Firmenchefs und Arbeitskollegen.

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Wer soll das auch verstehen, dass voll integrierte Menschen – gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel – kaltschnäuzig abgeschoben werden, während Gefährder uns auf der Nase herumtanzen und Angst, Schrecken und Leid verursachen, weil Staatsorgane die Menschen nicht schützen.

Herbert Semsch, Brühl

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