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Kleines Feld - Die Autos fahren an der Brühler Landstraße zu schnell Blitzer absolut nötig

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Obwohl der Schwetzinger Gemeinderat erkannt hat, dass in der Brühler Landstraße wegen vom Ordnungsamt festgestellter zu schnell fahrender Fahrzeuge Handlungsbedarf besteht und die Mittel für einen stationären „Blitzer“ im Haushalt freigab, will das Ordnungsamt diese Maßnahme nun nicht durchführen. Es wurden verschiedene Gründe – widerlegbare Gründe – dargelegt, auf die ich aus Platzgründen nicht alle im Einzelnen eingehen kann.

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Faktisch wurde das, was in der Brühler Landstraße (L630) in Schwetzingen als geradezu unmöglich beschrieben wird, in absolut vergleichbarer Situation im Norden von Ilvesheim an der Ladenburger Landstraße (L 542) umgesetzt. Die Frage, warum es dort geht und hier nicht, wurde bisher ignoriert. Ich kann nur mutmaßen, dass in Ilvesheim wichtigere Menschen leben oder andere Gesetze gelten, obwohl beide Gemeinden dem gleichen Kreis angehören. Oder es ist dort bereits jemand schwer verunglückt.

Unabhängig davon haben mich einige Antworten auf meine Fragen erstaunt und ich will sie daher dem Sinn nach wiedergeben: Es sei nicht so, dass man in der Brühler Landstraße abwarten will, bis wegen der Raser ein Unfall geschehe . . . aber es sei objektiv kein Unfallschwerpunkt, deswegen könne man nichts machen. Meine Schlussfolgerung: Man will doch erst einen Unfall abwarten, bevor man tätig wird.

Wenn man ganz an den Fahrbahnrand herantrete, werde man weit genug gesehen, so dass auch die schnell fahrenden Fahrzeuge rechtzeitig bremsen können. Dass die Vegetation im Frühling, Sommer und Herbst die Sicht erheblich einschränkt, könne man nicht berücksichtigen. Immerhin wurde der letzte Rückschnitt der Pflanzen auf meinen Hinweis hin schnell vorgenommen. Zugespitzt zudem: Menschen, die in einem Rollstuhl oder mit dem Rollator nicht an den Fahrbahnrand herantreten können, mögen auf das Bremsvermögen der Schnellfahrenden vertrauen.

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Die Querungshilfe zwischen Rabaliattistraße und Bushaltestelle nehme zwei Meter der Fahrzeugbreite ein und gewähre einen gefahrlosen Aufenthalt beim Überqueren der Straße. Mein Hinweis, dass man sich alleine augenscheinlich ganz erheblich vermessen habe, blieb ebenso ungehört, wie der Hinweis, dass Menschen mit Rollator, Rollstuhl, Kinderwagen oder Fahrrad mehr als den tatsächlich vorhandenen Platz von 1,3 Metern Fahrbahntiefe benötigen.

Entgegengehalten wird mir zudem, ich sei der Einzige, der sich beschwere. Vielleicht ist das so, vielleicht auch nicht. Ich kann es nicht prüfen. Es ändert aber nichts an den Tatsachen vor Ort. Also hoffe ich für alle Menschen, die an dieser Stelle die Straßen queren, dass sie nicht auf einen Rollator angewiesen und die Augen der Fahrzeugführer scharf sind. Wenn Sie auf der Querungshilfe angekommen sind, genießen diese Menschen hoffentlich den Adrenalinstoß, der ihnen ein gefühlt an der Nasenspitze mit Tempo 70 vorbeifahrender 40-Tonnen-Lastzug bereitet. In der Achterbahn muss man für so was schließlich bezahlen!

Abschließend noch ganz lieben und ernst gemeinten Dank an die Autofahrer, die an der Querungshilfe anhalten, um meine Kinder und mich die Straße überqueren zu lassen. Bitte wundern Sie sich nicht, wenn wir erst abwarten, ob der Gegenverkehr auch anhält. Ich möchte mit meinen Kindern keinesfalls auf der Querungshilfe stehen bleiben müssen. Auch nicht mit meiner Frau. Ich hänge zu sehr an deren und meinem Leben.

Martin Rostock, Schwetzingen

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