Boris Palmer: „Persönlichkeit mit ganz eigenem Stil“

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Über die Oberbürgermeisterwahl in Tübingen wird uns geschrieben:

In der heute so schnelllebigen Zeit, mit ständig wechselnden Neuheiten und einer aus meiner Sicht Überhäufung von Medienmitteilungen, bei denen man erst mal recherchieren muss, was richtig und was falsch ist, habe ich mit Interesse die Wahl des Oberbürgermeisters in Tübingen verfolgt.

Insbesondere hat mich interessiert, ob es einer Partei gelingt, einem unliebsamen Parteigenossen einfach den Mund zu verbieten und auch noch seines Amtes zu berauben. Die Bürger von Tübingen haben sich aber gegen die Parteilinie entschieden und damit klar gemacht, dass ihr Oberbürgermeister einen guten Job leistet.

Mit Boris Palmer war und bleibt eine – in meinen Augen – starke Persönlichkeit an der Spitze der Stadt Tübingen. Sicher hat Boris Palmer seinen eigenen Stil, der nicht jedem passt und auch ich bin nicht mit allen seinen Äußerungen einverstanden. Palmer hat jedoch eine Art an sich, Aufgaben und Herausforderungen anzugehen, die nach meiner Meinung pragmatisch und zielführend sind.

Dass man da bei der einen oder anderen Äußerung vielleicht über das Ziel hinausschießt, das kann jedem mal passieren. Jeder, der selbstkritisch in den Spiegel schaut, hat sich dabei schon ertappt. Die, die im Spiegel nichts sehen, scheinen zu wenige Aufgaben zu haben. Streng nach dem Motto: Wer viel arbeitet, macht viel Fehler, wer wenig arbeitet, macht wenig Fehler und diejenigen die keine Fehler machen, sollte man entlassen, denn die arbeiten nichts.

Also, alle schön auf dem Teppich bleiben. Ich wünsche Boris Palmer für seine weitere Amtszeit aus der Ferne eine glückliche Hand zum Wohle der Stadt und ihren Bürgern.

Manfred Döring, Brühl