Pandemiefrust - Politiker haben mal wieder bewiesen, dass sie keine guten Manager sind Corona und kein Ende

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Als aufmerksamer Leser der Schwetzinger Zeitung verfolge ich regelmäßig die Berichte über Covid-19. Soweit ich das beurteilen kann, hat die Politik wohl mehr an sich selbst gedacht, um in der Öffentlichkeit gut auszusehen, als an ihre Mitmenschen.

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Sicherlich war man sich zu Anfang nicht der Gefährlichkeit von Covid-19 bewusst. Nachdem aber immer mehr Erkenntnisse über die Gefährlichkeit bekannt wurden, wäre wohl ein vernünftiges Management nötig gewesen, nicht mehr oder weniger blinder Aktionismus. Wenn man jetzt in der Presse liest, Finanzminister Scholz stellt mehr Geld zur Impfstoffbeschaffung in Aussicht, ist das in meinen Augen nur eine Absichtserklärung, kein zupackender Aktionismus.

Es war ja bekannt, dass zum Beispiel Grippeviren wie Influenza und andere ständig mutieren. Deshalb hätte man mit großer Wahrscheinlichkeit damit rechnen müssen, dass dies auch bei Covid-19 so ist. Wenn ich dann lese, dass man die Impfstoffbeschaffung der EU überlassen hat, die ja bekannterweise ein unbeweglicher zerstrittener Haufen ist, ohne wenigstens einen Plan B zu haben, muss ich mich fragen, ob es in der Politik überhaupt jemand gibt, der schon mal was von vorausschauender Planung gehört hat.

Ungarn geht ja jetzt auch eigene Wege und hat den russischen Impfstoff Sputnik V bestellt. Es gibt, außer schön daherreden, immer Möglichkeiten, wenn man nur will. Auch Prüfungen hätte man zusätzlich selbst durch das Paul-Ehrlich-Institut parallel durchführen können und nicht auf die unbewegliche EU warten.

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Selbst Ursula von der Leyen hat ja inzwischen Fehler zugegeben.

Immerhin hat uns dieses Unvermögen bisher zirka 60 000 Tote beschert. Wie viele davon auch so gestorben wären, sei dahingestellt. Egal wie, es könnten sicherlich noch sehr viele leben, bei einer vorausschauenden vernünftigen Handlungsweise. Die Wissenschaft hat ja gesagt, dass bei genügend Impfstoff Deutschland in zwei bis drei Monaten durchgeimpft wäre.

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Wenn man dann an die Kosten denkt, die der Wirtschaft, dem Mittelstand und dem Steuerzahler entstehen, unabhängig von den Beschränkungen, die die Menschen in ihren Grundrechten beschneidet und nun schon sehr lange andauern, wären bei einem vernünftigen und zupackendem Management vielleicht zumindest diese Beschränkungen, die immer noch andauern, nicht so lange notwendig gewesen.

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Wäre so was im privaten Bereich mit so vielen Toten passiert, die Staatsanwaltschaft würde wahrscheinlich ermitteln.

Dass die Politik unfähig ist, was Management betrifft, wurde schon mehrfach bewiesen. Ich möchte nur an den Flughafen Berlin, Stuttgart 21 und die Mautgeschichte erinnern, die den Steuerzahler zusätzlich viele Milliarden kostet. Warum sollte es bei Covid-19 anders sein?

Man kann nur hoffen, dass nun schnellstens das Nötige getan wird, um Covid-19 in den Griff zu bekommen. Bevor noch mehr Menschen sterben müssen.

Friedrich Triebskorn, Brühl