Parkplatz am Einkaufsmarkt - Autofahrer geraten immer immer in den Graben Da ist aufpassen angesagt

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Die meisten der heutigen Pkw werden über die Vorderräder angetrieben. Viele haben auch wenig Bodenfreiheit durch einen dieser sportlichen Spoiler. Daher ist es erfreulich, wenn Gestalter von Parkplätzen diese Tatsache in deren Planung einbeziehen! Aber welche „Könner“ waren wohl am Werk bei den Parkplätzen an den Rewe- und Aldi-Märkten am südlichen Ende der Gemeinde Ketsch?

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Der Platz hat ein recht großes Gefälle, so wie es die Wiese vorher eben auch schon hatte. So stellte sich anscheinend die Frage der Entwässerung, die ja seit Neuestem von den Anliegern bezahlt werden muss.

Wahrscheinlich resultierte daraus die Idee, große und tiefe Gräben zwecks Wasserversickerung anzulegen. Natürlich könnte auch der Umweltgedanke eine Rolle gespielt haben.

Nun fiel es mir am Montag, als ich vor Ort war, auf, dass ein Besucher mit seinem Wagen über den sehr niedrigen Anschlag geraten war und offensichtlich einen Abschleppdienst gerufen hatte, der das Auto aus dem Graben ziehen sollte. Nicht gerade billig, dachte ich und erinnerte mich daran, dass mich vor Kurzem ein Nachbar um meine Hilfe gebeten hatte, dem das Gleiche passiert war.

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Ohne Anhängerkupplung und aus Sorge weder sein und mein eigenes Auto beschädigen zu wollen, lehnte ich bedauernd ab. An anderer Stelle, so bei der Einfahrt des Parkplatzes zu den Einkaufsmärkten, wurde übrigens bereits „nachgebessert“, denn da war auch schon jemand ins Loch gerutscht!

Das Argument, die Käufer sollten doch gefälligst aufpassen, ist hier fehl am Platz! Die Märkte werden sehr gut angenommen, es ist immer viel los. Da kann es in der Hektik schon passieren, dass einer über den Bordstein fährt. Das hat nichts mit mangelnder Fahrkunst zu tun. Rückwärts einparken ist nicht möglich, denn wer möchte schon seinen Wagen aus dem Graben heraus beladen? Für Schlaue stehen einige Plätze ohne diese Nachteile zur Verfügung! Positiv ist anzumerken, dass die Plätze über eine angenehme Breite verfügen und nicht zu kurz sind wie die am Ketscher Marktplatz.

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Es dürfte den betreibenden Märkten beziehungsweise dem Eigner das Grundstücks (falls es vermietet ist) nicht gleichgültig sein, dass die offenen Entwässerungsgräben einen Sicherheitsmangel darstellen – Abhilfe wäre notwendig!

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Bis dahin ist eben Aufpassen schwer angesagt!

Klaus Tremmel, Ketsch