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Klimapolitik - Plädoyer für eine Laufzeitverlängerung der AKW / Andere Länder bauen auf Der große Irrtum beim Atomausstieg

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Als der Atomausstieg 2011 in Deutschland aus politideologischen Gründen beschlossen wurde, hat man nicht – oder zu wenig – an die Folgen dieser Entscheidung gedacht. Allein der Glaube, sechs Atomkraftwerke (AKW) abschalten zu können, die mehr CO2-freien Strom produzieren als alle Solaranlagen zusammen, bleibt unbegreiflich. Deutschland könnte Millionen Tonnen CO2 einsparen, wenn stattdessen im selben Umfang Kohle- und Gasanlagen stillgelegt würden.

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Dass die wegfallende Atom- und Kohlekraft klimaneutral ersetzt werden kann, ist unwahrscheinlich. Der jährlich wachsende Mehrbedarf an Strom von Industrie und privaten Haushalten (Elektroautos/Wärmepumpen) erfordert massiven Neubau von Gaskraftwerken, um die Grundlast zu sichern. Bei unseren Planungs- und Bauzeiten ist das eher illusorisch, man sieht es an den Hindernissen beim neuen Stromtrassenbau. So überrascht es kaum, dass Deutschlands Atomausstieg kaum Nachahmer findet. Großbritannien und Frankreich fassen jedenfalls den Bau weiterer AKW ins Auge. Auch Japan (!) setzt auf Atomkraft und fährt seine Anlagen wieder hoch. Wir haben diese Option nicht mehr, die Kompetenz für diese Technik ist verlorengegangen. Außerdem würden die Energiekonzerne dieses politische Wagnis nicht mehr eingehen.

Denken wir mal vom Anfang an: Wir haben große Mengen an fossilen Brennstoffen verfeuert, um unser Leben zu verbessern und es sicher sowie bequem macht. Die Entwicklungsländer wollen auch diese Dinge, die uns seit Jahrzehnten zur Verfügung stehen. Wer sind wir, ihnen zu sagen, dass sie all das nicht haben können? Die einzig vertretbare Option besteht darin, ihnen verlässliche, saubere Energie anzubieten. Klimaschutz ohne Kernkraft hat keine Chance! Natürlich müsste dafür das Problem des Atommülls und der Endlagerung endlich gelöst werden, aber eine intensive Suche nach Lösungen wurde ersatzlos gestrichen. Die Wissenschaft könnte hier „Licht in die Dunkelheit“ bringen, denn ohne sie verlassen wir uns nur auf Gefühle und Hörensagen. Nur „dagegen sein“ ist keine Option! Immer mehr Bedenkenträger bestimmen den Zeitgeist bei uns.

Erneuerbare Energien allein sind nicht in der Lage, den Energiebedarf der Welt zu decken. Wenn Wind- und Solarenergie ausfällt (wenig Wind plus wenig Sonne) werden diese Lücken durch fossile Energie geschlossen.

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Wir befinden uns in einer Krisen- und Kostensituation, die uns alle in Mitleidenschaft zieht. Die Schließung funktionierender Atomkraftanlagen in dieser klimatischen Notsituation ist kaum zu verantworten. Wir brauchen diese Laufzeitverlängerung! Wann begreift das auch in Deutschland die Politik mit ihren ideologischen Weltenrettern? Mal sehen, wie weit wir damit kommen.

Siegfried Braun, Speyer

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