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Kommunalpolitik - Warum macht Ketsch keine Impfaktionen? Der müde Schultheiß

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Als „lahme Ente“ („Lame Duck“) werden Politiker bezeichnet, deren Amtszeit zu Ende geht. Besonders in den USA ist dieser Begriff verbreitet. Doch wir brauchen nicht nach Amerika zu schauen, wir haben das beste Beispiel hier in Ketsch. Der Begriff trifft auf unseren sehr geehrten Bürgermeister zu. Um eine wahrscheinliche Niederlage bei erneuter Aufstellung zu vermeiden, erklärte Jürgen Kappenstein, nicht mehr für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Wohl wissend, dass seine Chancen für die nächste Legislaturperiode nur gering gewesen wäre, so meine Einschätzung.

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Als Grund nannte der Schultheiß mangelnde Wertschätzung seiner „aufopferungsvollen“ Arbeit. Wertschätzung muss man sich aber verdienen. Meine Tante Rosa meint: „Die Amtszeit war geprägt mit schwachem Anfang und starkem Nachlassen. Umweltpolitisch sitzt der Mann immer noch auf dem Baum.“ Die vermisste Wertschätzung war mit monatlich über 8000 Euro doch schon recht gut versüßt.

Es ist eine Schande! Fast in jeder Gemeinde im Umkreis wird oder werden Impfungen angeboten. Seien es Erst- oder Zweitimpfung sowie die Boosterimpfung für den älteren Personenkreis. Während Hockenheim, Schwetzingen, Brühl, ja sogar das kleine Reilingen sowie Plankstadt dieses Angebot für ihre Mitbürger bereitstellen, tut sich in Ketsch nichts.

Die Verwaltung meinte auf Nachfrage, der Aufwand sei zu groß, es sei zu teuer und schließlich hätten wir die Hausärzte. Ohne groß auf die lange Warteliste der Ketscher Praxen einzugehen, kann man nur sagen: Hier macht man es sich zu leicht und ist zu bequem. Da wird sich vom Acker gestohlen. Auch die Claqueure im Gemeinderat lassen in dieser Sache jegliche Initiative vermissen. Vielleicht geht man davon aus, dass Räte kraft ihres Amtes gegen Corona immun sind. Auch im Flyer des ersten Bürgermeisterkandidaten Marco Schnepf findet man – außer Plattitüden – nichts über Corona-Bekämpfung. Neuer Kopf alter Zopf. Hat er doch ein amtierendes Vorbild.

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Doch zurück: Wie der Buschfunk aus dem Rathaus meldet, soll Jürgen Kappenstein als baldiger Pensionär schon eine Reise nach Südamerika, sprich Argentinien ins Auge gefasst haben, um dort als Abschiedsgeschenk für den Ketscher Friedhof einen Ameisenbären zu erwerben. Sollten es die Ausreisebestimmungen zulassen, werden wir wohl bald im Ketscher Rathaus (Anbau geplant) oder Friedhof, ein neues Haustier begrüßen können. Eine Patenschaft wird noch gesucht. Heiße Anwärter, weil Friedhofsnähe, sind die Gemeinderäte Seitz und Franz.

Walter Rohr, Ketsch

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