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Verkehr - Unfallsituation am Knotenpunkt zur B 535 Der Norden als Stiefkind?

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Zum Leserbrief „Wir wurden bei der Bündellösung vergessen“ (SZ-Ausgabe vom 12. Februar) wird uns geschrieben:

Am 8. März gab es erneut einen Unfall am Knotenpunkt zur B 535. Ich denke, ganz abgesehen von dem Schrecken und den körperlichen Verletzungen der Unfallbeteiligten, dürfte der an dieser Stelle in den vergangenen Jahren entstandene volkswirtschaftliche Schaden eine Ampel rechtfertigen. Der Schwetzinger Norden scheint ohnehin zumindest verkehrstechnisch ein Stiefkind der Stadt zu sein.

Praktisch alle südlichen Zu- und Ausfahrten in der Stadt wurden oder werden mit festinstallierten Geschwindigkeitsmessgeräten bestückt: Karlsruher Straße, Zähringer Straße, Bruchhäuser Straße, L 630 (Höhe August-Neuhaus-Straße). Es fehlt nur noch die Südtangente. Dagegen keine solche Anlage im Norden: Brühler Landstraße, Friedrichsfelder Straße, Grenzhöfer Straße, Mannheimer Landstraße, Hirschacker? Ist im Norden nichts, was man vor Rasern schützen müsste? Den Ausführungen von Wolfgang Rauh in seinem offenen Brief an Oberbürgermeister Dr. Pöltl hinsichtlich der Brühler Landstraße kann ich mich als Anwohner nur anschließen.

Umso ärgerlich ist das Ganze, wenn in der Karlsruher Straße Tempo 20 ausgewiesen wird und man zugleich ohne jede Evaluierung der neuen Ist-Situation sofort vorsorglich einen Blitzer fest installiert.

In der Brühler Landstraße hat die Stadt evaluiert und teilweise sehr heftige Geschwindigkeitsüberschreitungen – besonders in der Nacht – festgestellt, mit denen erhebliche Störungen der Nachtruhe für die Anwohner verbunden sind. Zudem hat sie auf Nachfragen und nach anfänglichem Bestreiten eingestehen müssen, dass die Querung der Brühler Landstraße zur Bushaltestelle Rabaliattistraße – meines Erachtens bei weitem – nicht den Vorgaben zum Schutz von Fußgängern entspricht.

Übrigens eine Stelle, an der sehr wahrscheinlich der Radschnellweg Wiesloch-Mannheim verlaufen wird und bereits heute viele radelnde Schülerinnen und Schüler aus Brühl die Straße kreuzen. Das sei aber egal, es wäre kein Unfallschwerpunkt. Also Maßnahmen der Stadt gibt es erst, wenn ein Personenschaden vorliegt, und die Lärmsituation ist der Verwaltung sowieso gleichgültig? Welche ernstzunehmenden Maßnahmen, die über „Nadelstiche“ wie eine temporäre Geschwindigkeitsmessung mit dem Trailer hinausgehen, planen Sie, Dr. Pöltl?

Martin Rostock, Schwetzingen

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