Die deutsche Empörung

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Mit einer aus seiner Sicht übertriebe-nen „Empörungsheuchelei“ der Deutschen beschäftigt sich der Leser:

Wenn unsere Wirtschaftsmoral so wäre wie die aktuelle und politisierende Moral unserer Gutmenschen, dann hätten wir ein massives Problem in unserem Staat. Wieso nimmt sich Deutschland heraus, alle Länder an den Pranger zu stellen, die nicht seinen Vorstellungen entsprechen? Sollten wir alle unsere übertriebene Moral zum Maßstab nehmen, dann dürften wir kaum noch Handel betreiben. Fazit: Unsere Wirtschaft – die das Geld für unseren langsam ausufernden Sozialstaat verdient – wäre am Ende.

Die Veränderung einer Staatsform muss immer vom eigenen Volk kommen. Ist das unser zweiter Versuch, dass an unserem Wesen die Welt genesen soll – oder hat das Coronavirus eventuell solche Nachwirkungen?

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Die WM betreffend gilt Folgendes: Fußballer sollen Fußball spielen und sich auf ein Großereignis freuen, auf das sie jahrelang hingearbeitet haben. Der einzelne Sportler muss nicht zum Werkzeug politischer Spielchen gemacht werden und politische Statements abgeben. Mit diesen „Tugendsignalen“ zeigt man auf nur bequeme Weise, wo man hingehört. Dass die Armbinde der Vielfalt in Katar nichts bewegt, ist doch allen klar. Politik, Religion plus Diskriminierung – das hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen!

Der große Fehler liegt bei den Verbänden und der Politik in der Vergabepraxis dieser Ereignisse und in den damit verbundenen Korruptionszahlungen. Vor zehn Jahren haben alle wissend nur zugesehen.

Die Ampel-Regierung soll lieber die wirklich dringenden Probleme unseres Landes angehen, denn dafür ist sie gewählt. Und nicht dafür, überall die Welt zu verbessern. Der Wählerwille wird irgendwann die Quittung präsentieren – eine Aufzählung erspare ich mir.

Siegfried Braun, Speyer