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Pandemie und Klimakatastrophe - Freiheit der Demokratie setzt das Miteinander der Bürger voraus / Abstand halten Die Herausforderungen meistern

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Unser Land und seine verlässliche Ordnung stehen auf dem Spiel. Die Corona-Pandemie hat Bürger und Politiker ganz offensichtlich aus dem Tritt gebracht. Sie ist eingedrungen wie ein Fuchs in einen Stall friedlicher Hühner, die so ein Vieh noch nie gesehen haben, das alle Tiere durch aggressives Knurren und scharfe Zähne in Panik versetzt.

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Hektisch flattern sie von einer Ecke zur anderen. Der Räuber muss nur warten, bis eines erschöpft am Boden landet, um es zu schnappen. Hühner, einst frei in der Natur, leben seit Jahrtausenden in Ställen und haben jede Eigenständigkeit verloren. Gefahren überfordern sie. Uns Bürger auch? Haben wir vergessen, was Freiheit bedeutet und fordert?

Die Pandemie ist vor einem Jahr über uns hereingebrochen. Wir haben nicht sofort erkannt, was auf uns zukommt. Erst als Todesfälle exponenziell zunahmen, ahnten wir das Ausmaß der weltweiten, sich über alle Grenzen erstreckenden Bedrohung. Der Erreger war bald entdeckt – ein winziges Virus – aber es dauerte Wochen, bis die ersten Maßnahmen griffen: Hygiene beachten, Abstand halten und Masken tragen.

Sofort aber bildete sich auch Widerstand. Als Ausdruck demokratischer Meinungsfreiheit wurden die Anordnungen des Staates und ihre innere Logik in Frage gestellt. Da-nach kam es sogar zu bewussten Verstößen gegen Gesetze. Rüpelhafte und Gewalt nicht scheuende Gruppen, verstärkt von Rechtsradikalen, verstießen bewusst gegen den vom Staat gebotenen Schutz.

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Als bewussten Akt der Blindheit gegenüber Erkenntnissen der Corona-Forschung verschlossen sie mit aller Kraft ihre Augen vor dem Fortschritt. Dennoch nahmen sich selbst Bundestagsfraktionen ihrer Anliegen an. Mit dem ständig wiederholten Verweis auf die freie Meinungsäußerung. Auch die Länder fanden keine einheitlichen Beschlüsse. Sie verlangten ständig, Einschränkungen zu lockern und hielten sich nicht mal an gemeinsame Entscheidungen. Die Inzidenz stieg.

Die Bundesregierung stand vor einer Doppelaufgabe: Sie musste sich in die Meinungsbildung einschalten und zugleich für einen Weg aus der Gefahr werben. Von Anfang an hatte sie die angesehensten Spezialisten, Ärzte, Virologen als Ratgeber herangezogen, aber keine einstimmigen Empfehlungen erhalten. Woran das lag? Vermutlich an der Vielfalt der unbekannten Herausforderungen. Die sich spaltende Gesellschaft jedenfalls entzog den Verantwortlichen zunehmend ihr Vertrauen und am Ende waren auch staatstreue Bürger verwirrt, die sich anfangs einer zuverlässigen Ordnung wegen zurückgehalten hatten. Sogar noch am Ostersamstag gab es eine Massendemo in Stuttgart, ohne Hygiene, Abstand und Masken. Das Klügste daran war die Passivität der Polizisten, die sich durch ihr Eingreifen selbst in Gefahr ge-bracht hätten. Die Bundesregierung scheint die einzige zuverlässige Kraft zu sein. Laut Meinungsbefragungen sind die Bürger ja bereit, härtere Einschränkungen mitzutragen und sich in einem großen Miteinander für die Gesundheit aller einzusetzen.

Das ist ein unverzichtbares, bürgerliches Verhalten. Zu den Grundrechten gehört neben der Freiheit auch die Verantwortung, sich gegen Herausforderungen wie die Pandemie einzusetzen. Wie wollen wir die heranschleichende Klimakatastrophe bewältigen, wenn wir noch nicht einmal die Pandemie mit ihren tödlichen Folgen meistern!

Helmut Mehrer, Brühl

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