Die Münzen ratterten durch

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Zu unserem Artikel „Abschied von der Telefonzelle“ wird uns geschrieben:.

Schade eigentlich, denn alte Erinnerungen werden wach, wenn man daran zurückdenkt, wie man geduldig vor der besetzten Telefonzelle wartete und dann endlich die Liebste per Ferngespräch anrufen konnte. Ihre Stimme zu hören, war das Anstehen wert. Doch die dafür bereitgehaltenen Münzen ratterten in atemberaubendem Tempo durch und man hatte zuvor länger gewartet als gesprochen.

Darum ist es gut so mit diesem Abschied, denn die Telefonzellen sind in der Ära der Warteschleifen aus der Zeit gekommen. Mit dem Versuch, mit Hilfe des Münzfernsprechers einen Arzttermin zu vereinbaren, wäre der Weg zur Verarmung vermutlich vorgezeichnet.

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„Bitte haben Sie etwas Geduld, unsere Mitarbeiter sind alle im Gespräch (miteinander)“, das ist noch die freundlichste Form, von mehrfacher Werbung unterbrochene Musik leider die Regel. Sollten Sie also Langeweile haben und nicht wissen, was Sie gerade mit Ihrer Zeit anfangen sollen, die Hotline hilft gerne.

Fazit: Früher hat man vor der Telefonzelle gewartet, heute wartet man am Apparat. Dass man länger wartet, als spricht, hat sich allerdings nicht geändert.

Hagen Heer, Hockenheim