Die Straße meiden – ein guter Tipp?

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Zum Artikel „Ärger über radelnde Schüler auf Parkplatz“ in der Ausgabe 3. Dezember wird uns geschrieben:

Da hat die SZ-Mitarbeiterin wohl nicht umfassend recherchiert, sonst wäre ihr aufgefallen, dass Janina Hardung vor drei Jahren mit einem großen Bericht auf die Misere hingewiesen hat. Getan hat sich bis dato nichts, aber es freut mich, dass mal wieder ein Leser auf die Misere hinweist. Hintergrund war damals, dass die Hölderlinstraße zur Einbahnstraße umgewandelt werden sollte, was dann auch geschehen ist. Auslöser des Ganzen war ein sogenannter „Achterrat“, junge Menschen, die den Gemeinderat „beraten“ und diesen darum gebeten haben.

Ich habe damals, als Anwohnerin, angeregt, dass die Schüler einfach von der Südtangente aus über die Radwege der Scheffelstraße fahren sollen, da hätten sie einen sicheren Schulweg. Nachdem die Hölderlinstraße vom Odenwaldring kommend in Richtung Nikolaus-Lenau-Straße in eine Einbahnstraße umgewandelt wurde, habe ich Pascal Seidel als Leiter des Ordnungsamtes gebeten, die Einbahnstraße wenigstens umzukehren, damit die Anwohner nicht vor Schulbeginn und nach Schulschluss in der Schlange in der Scheffelstraße stehen müssen, sondern sich von der Hölderlinstraße aus nach rechts in Richtung Kreisel einfädeln können. Das wurde bis heute nicht gemacht.

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Fahren sie morgens durch die Hölderlinstraße als Anwohner zur Arbeit, dann fahren sie hinter Schülern her, die zu dritt oder viert nebeneinander fahren, weil sie ja einen sicheren Schulweg haben möchten. Mir ist vor etlichen Jahren schon mal ein Schüler vom Parkplatz kommend ins Auto gefahren und einmal hat mich einer vom Parkplatz kommend umgefahren, als ich auf dem Rad in Richtung Odenwaldring unterwegs war. Ich habe auch schon mitbekommen, dass eine ältere Dame mit Rollator von einem Schüler auf dem Fahrrad, der aus dem Rewe-Parkplatz fuhr, angefahren wurde, obwohl sie auf dem Gehweg unterwegs war.

Wirklich ein guter Tipp, die Gegend zu meiden. Aber wie bitte sollen die Anwohner zur Arbeit kommen? Oder wie soll ich fahren, wenn ich meinen Enkel um 13.45 Uhr in Neulußheim in der Kita holen muss? Ich hätte einen besseren Tipp: Die Schüler benutzen die Fahrradwege in der Scheffelstraße, da haben sie einen sicheren Schulweg. Zweiter Tipp: Die Eltern fahren ihre Kinder nicht in die Schule und holen sie nicht ab, dann fallen diese als Verkehrsteilnehmer weg. Oftmals stehen die Autos Schlange vom Hebel-Gymnasium durch die gesamte Nikolaus-Lenau-Straße in die Scheffelstraße. Dann versuchen sie mal, als Anwohner rauszukommen. In der Scheffelstraße stand ich aus der Nikolaus-Lenau-Straße kommend schon mal 30 Minuten, bis ich endlich den Kreisel erreicht hatte.

Übrigens umgehen etliche Verkehrsteilnehmer das Verkehrsaufkommen in der Scheffelstraße vom Rewe-Parkplatz kommend, indem sie einfach die Ausfahrt Hölderlinstraße benutzen, aber nach rechts fahren, entgegen der Einbahnstraße, um sich drei Meter weiter übers Tankstellenareal zum Kreisel einzureihen.

Und dass Rektorin Gönner von nichts weiß! Dann schicken Sie ihr mal den Artikel von Janina Harding. War ein großes Thema damals. Übrigens bin ich im Vorstand der Freien Wähler in Schwetzingen und habe auch meine Kolleginnen und Kollegen aus der Fraktion wiederholt gebeten, anzuregen, wenigstens die Einbahnstraße Hölderlinstraße umzudrehen. Aber es passiert nichts.

Genauso wenig wie mit dem Müll, den die Schüler vom Rewe kommend in die Vorgärten schmeißen. Schon des Öfteren habe ich ans Hebel-Gymnasium als auch ans Wirtschaftsgymnasium geschrieben und vorgeschlagen, mit den Schülern in Freistunden in den angrenzenden Straßen Müll zu sammeln. Fragen Sie doch mal Rektorin Gönner, ob sie von diesen E-Mails auch nichts weiß, in denen ich unter anderem vorgeschlagen hatte, dass sich die Schulen am Dreck-Weg-Tag beteiligen. Von Rektor Nessel habe ich da schon vor Jahren als Antwort bekommen: „Unsere Schüler sind auf dem Gymnasium, um Deutsch und Mathe zu lernen und nicht, um die Straßen zu säubern.“

Vielleicht bewirkt aber Ihr Artikel, dass sich die Stadt und der Gemeinderat oder auch der „Achterrat“ – wo ist der eigentlich geblieben? – des Problems annimmt. Cornelia Hertlein, Schwetzingen