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Afghanistan Diese Entwicklung war doch absehbar

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Die Entwicklung in Afghanistan nach dem Abzug der westlichen Truppen war absehbar. Dass darauf niemand vorbereitet schien, wider besseren Wissens wohlgemerkt, bekräftigt das vernichtende Urteil über die Außen- und Sicherheitspolitik während der Amtszeit Merkels. Sie war nicht zweckgerichtet und stets strategielos. Die Folgen werden auch in Europa und Deutschland schmerzhaft zu spüren sein.

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Erst recht, wenn man seitens der Europäischen Union und Deutschlands weiterhin völlig konzeptlos, strategielos oder besser hilflos mit ansehen wird, wie sich hunderttausende afghanische „Flüchtlinge“ auf den Weg machen – beziehungsweise schon unterwegs sind unter denen sich mit Sicherheit tausende von Taliban befinden und unsere Freiheit direkt vor Ort, nicht mehr am Hindukusch zu verteidigen sein wird. Spätestens wenn die Infrastruktur und Netzwerke für Terroranschläge und dem afghanischen Drogenhandel als Finanzierungsmittel hierzulande etabliert beziehungsweise perfektioniert wurde!

Das gepflegte und eingeforderte „Gutmenschentum“ in seiner ganzen Dimension wird sich noch bitter rächen! Dessen Auswüchse, die Bände sprechen, darin gipfeln, dass man das „Wohl“ von Schwerkriminellen und islamistischen Gefährdern hierzulande über jegliche Vernunft stellt, siehe Abschiebestopp!

Man will lieber den gelebten Wahnsinn verwalten, den Kopf in den Sand stecken, gar von „Resozialisierung“ träumen, als sich auch nur ansatzweise dem Vorwurf auszusetzen „inhuman“ zu handeln! Die Gesellschaft wird dafür einen sehr hohen Preis zu zahlen haben, einen irreparablen!

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Schon 2011 hielt der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat den internationalen Afghanistan-Einsatz für gescheitert und stellte dem Land eine düstere Prognose aus. „Wenn wir 2014 aus Afghanistan rausgegangen sind, werden die Taliban die Macht in wenigen Monaten wieder übernehmen“, sagte Kujat damals der „Mitteldeutschen Zeitung“ in einem Interview. Und weiter: „Der Einsatz hat den politischen Zweck erfüllt, Solidarität mit den USA zu üben. Wenn man aber das Ziel zum Maßstab nimmt, ein Land und eine Region zu stabilisieren, dann ist dieser Einsatz gescheitert. Wir haben zu lange gebraucht, um zu akzeptieren, dass es sich hier um einen Einsatz handelt, bei dem der Gegner militärisch kämpft und wir militärisch kämpfen müssen. Die Argumentation, es gehe um einen Stabilisierungseinsatz, sei zu lange durchgehalten worden. Das Ergebnis war, dass die Soldaten nicht das bekommen haben, was sie brauchten, um dem Gegner Paroli zu bieten.“

Bei der Bundesregierung stieß diese Einschätzung damals auf Unverständnis. Sie spielte damit leichtfertig und unverantwortlich mit dem Leib und Leben der Soldaten.

Ralf Meyer, Brühl

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