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Ukraine-Krieg - Umdenken in Deutschland ist dringend angesagt / Die Politiker sollten endlich handeln statt reden Ein Irrweg ohne Ende?

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Zunächst Chapeau für den Leserbrief von Winfried Wolf vom 9. April. Der deutsche Sonderweg – man sollte besser im Nachhinein Irrweg sagen! Das war eine schonungslose Analyse der vergangenen politischen Fehler. Aus dem Wunschdenken unserer Politiker offenbart sich nun eine grausame Wirklichkeit, die in Europa nie mehr für möglich gehalten wurde. Fehleinschätzungen die jedem zustehen – aber bei uns offensichtlich System haben! Die jetzigen Entschuldigungen der Verantwortlichen klingen nicht nach Zeitenwende – eher nach „sorry, Leute“.

Einen neuen Politikstil hatte die Ampel versprochen, gerade nach Merkels Jahren der Alternativlosigkeit. Ein Selfie dieser Truppe genügte, um das ganze Land glauben zu lassen, jetzt beginne etwas wirklich Neues? Bei der Abstimmung über die Impfpflicht ist die Ampel gegen die Wand gefahren. Scholz beorderte Frau Baerbock aus Brüssel zurück – wegen einer Stimme. Ja geht es noch verrückter in diesem Dilemma? Hier spielen Energiekosten dann wohl keine Rolle?

Die Feigheit des Kanzlers vor der FDP zeigt, warum er selbst keinen Gesetzentwurf vorlegte und dies auf das Parlament abwälzte. Diese konstante Mutlosigkeit des Kanzlers ist auch in der gesamten Ukraine-Krise deutlich sichtbar. Nur keinen Willen erklären und lasches Handeln – damit wir weiterhin auf unserer „Insel“ leben können.

Merkt denn niemand, dass wir von unseren Partnern nicht mehr ernst genommen werden? Hier muss doch Europa und 75 Jahre Frieden mit allen Mitteln verteidigt werden! Klare Kante ist endlich angesagt! Nur ein vollständiges Embargo kann Putin und seine Getreuen zum Umdenken bewegen und die Möglichkeit nehmen diesen Krieg weiterhin effektiv zu führen. Notfalls auch durch eine Flugverbotszone über der Ukraine!

Die langfristigen Folgen dieser Untätigkeit sind schlimmer und teurer für uns alle. Auch werden wir noch einige Kröten schlucken müssen – so bitter es für uns ist. Denken wir bitte in der Geschichte zurück, welche Opfer andere Länder gebracht haben, damit wir in Deutschland ein freies und demokratisches Leben führen können. Deshalb müssen wir jetzt auch überschaubare Opfer bringen. Nur zusehen und demonstrieren hilft bei diesem Völkermord inklusive der Zerstörung eines ganzen Landes nicht viel. Wenn ich dagegen pro-russische Auto-Corsos in Berlin und Stuttgart sehe, frage ich mich schon: Geht bei uns denn alles grenzenlos? Macht doch für diese Leute einen Korridor frei nach Moskau, damit sie freiwillig ins gelobte Land zurückkehren können!

Gerade unsere deutsche Vergangenheit fordert meines Erachtens klare Bekenntnisse der Regierung gegen Unterwerfung durch jegliche politische Systeme und Diktatoren auf der Welt.

Wie lange wollen wir mit unserer intensiven Hilfe denn noch zögern? Kiew hat keine Zeit!

Siegfried Braun, Speyer

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