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Silvesterbrauch - Bestellte Torte nicht so wie erwartet / Chef repariert notdürftig, doch ein „Geschmäckle“ bleibt Eine etwas andere Herzenssache

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Vor langer Zeit, als wir noch Kinder waren, erhielten wir von unserer Patin zu Silvester/Neujahr ein Neujahrsherz: eine Torte in Herzform, gefüllt mit Creme, reichlich verziert mit süßen bunten Blumen aus Zucker und mit dem eigenen Namen versehen. Dies wollte ich in 2021 gerne meinen Patenkindern schenken: Tatsächlich fanden wir in Reilingen einen Bäcker, bei dem man diese Neujahrsherzen noch erhält. Telefonisch bestellt holen wir zwei Neujahrsherzen im Karton am 31. Dezember morgens in der Bäckerei ab. Beim Einladen ins Auto ein kurzer Blick in den Karton – oh nein – ein Herz ist eingedrückt, die Creme klebt am Deckel. Schnell zurück in die Bäckerei und reklamiert. „Das passiert halt bei so vielen Herzen“, erhalten wir zur Antwort, und zur Unterstützung ruft man den Chef. Das ist ein freundlicher Mann, der versteht, dass wir das Herz so nicht verschenken können. Wir hätten gerne eine andere Torte – geht nicht – keine mehr da. Der Chef schlägt eine Preisreduzierung vor – da hat er aber nicht mit der Dame im Verkauf gerechnet: „Wo kämen wir da hin, wenn wir das bei allen machen würden?“ – Wir fragen uns, ob alle Herzen eingedrückt sind? Schließlich repariert der Chef die Torte notdürftig und packt sie in einen anderen Karton – na ja, besser so als keine Torte. Wir verlassen die Bäckerei und überlegen bereits, wie wir den Kindern erklären, dass es auch Geschenke gibt, die nicht so ganz den Vorstellungen entsprechen und werden vorschlagen, dass wir es im nächsten Jahr mit unseren eigenen Backkünsten versuchen.

Ingrid Kuppinger, Brühl

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