Einsatz der BI ist wichtig

Lesedauer

Zum Artikel „BI lehnt Teilnahme am Dialogverfahren ab“ vom 26. Oktober wird uns geschrieben:

Die Bürgerinitiative Geothermie Brühl/Ketsch (BI) lehnt jedes weitere Treffen mit der Firma Geo Hardt im Rahmen eines Experten-Hearings ab. Gründe sind vor allem verhärtete Fronten, fehlendes Vertrauen und mangelnde Kompromissbereitschaft. Wer kennt das nicht? Der Parteigegner ist uneinsichtig, stur, bringt ständig die gleichen Argumente vor und ist zu einem Kompromiss, einem Schritt auf den anderen nicht bereit. Leider geben gerade die Schwächeren oft nach oder gar auf, ziehen sich zurück. Was dem anderen allzu oft sogar bewusst ist, er rechnet vielleicht damit. Gewonnen hat der, der den längeren Atem hat und sich damit durchsetzt – ob er nun recht hat oder nicht.

Ist es wirklich so vorteilhaft, wenn sich die BI nun „beleidigt“ zurückzieht? Jeder kann nachvollziehen, dass es mehr als nur unbefriedigend ist, wenn Geo Hardt auf seinen Rechten und den scheinbaren Vorteilen beharrt, mit leeren Versprechungen kommt. Doch sich nun zurückzuziehen, bedeutet letzten Endes, sie haben gewonnen. Welches Bild wird uns Bürgern vermittelt? Wir „Kleinen“ haben erst recht keine Chance, etwas zu bewirken.

Mehr zum Thema

Bürgerinitiative

Geothermie bei Brühl: BI lehnt Teilnahme am Dialogverfahren ab

Veröffentlicht
Von
Bürgerinitiative
Mehr erfahren

Leserbrief Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Frieden und Rettung der Erde

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Doch steter Tropfen höhlt den Stein. Ich frage mich, was hat die BI, was haben wir zu verlieren, wenn wir dennoch an den Treffen teilnehmen, uns einbringen? Die Meinungen und Argumente werden gehört. Nur darauf kommt es an.

Keiner kann sagen, ob nicht doch ein Teilnehmer, ein Verantwortlicher darunter ist, der sich dafür verantwortlich fühlt, die Belange von uns Bürgern und Betroffenen wahrzunehmen, zu verstehen und mit einfließen zu lassen in solch ein Projekt. Zum Schluss können wir jedenfalls sagen: Wir haben alles versucht! Wir waren nicht untätig.

Genauso frage ich mich aber auch: Warum ist Geo Hardt nicht zu einem Kompromiss bereit? Wenn es doch angeblich zu keinerlei oder äußerst geringen Gefahren und Schäden kommen kann, wie sie gebetsmühlenartig betonen, warum gewähren sie keine Garantien? Warum übernehmen sie nicht sämtliche Schadensersatzansprüche und treten vollumfänglich in der Haftung für eventuelle Gefahren und Schädigungen ein?

Aus meiner Sicht ganz klar: Weil sie sich der Risiken und hohen Summen bewusst sind, die da wohl auf sie zukommen würden. Ein Zeichen dafür, dass das angeblich geringe Risiko doch deutlich höher ist, als sie es uns Bürgern weismachen wollen.

Daher, liebe BI: Bitte macht weiter, euer Einsatz ist wichtig!

Vera Hanßen, Brühl