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Entenpfuhl - Windräder wären doch eine prima Alternative Es gibt gute grüne Ideen

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Zum Artikel „Windräder im Entenpfuhl eher unwirtschaftlich“ vom 8. April wird uns geschrieben: Wenn ein Grüner etwas sagt, das Ketsch betrifft, dann haut die CDU erst einmal drauf. Der Artikel lässt deutlich darauf schließen, dass die zwei CDUler den Vorschlag von Andre Baumann nicht verstanden haben. Vielleicht auch, weil man den Vorschlag nicht verstehen wollte, weil er gut war. Das ist ja in Ketsch kein Einzelfall. Passiert ja im Gemeinderat ständig. Das ist ein Grüner und von da kann kein vernünftiger Vorschlag kommen. So ist doch die Grundeinstellung der Ketscher, treu die Hand hebenden CDU. Und was sagt der CDU-Bürgermeisterkandidat: Es ist alles gut, wie es ist, weiter so mit mir!

Zumindest hat das grün- schwarze Theater in Ketsch dazu geführt, dass das Interesse an der Gemeindepolitik geweckt worden ist. Ein eindeutiger Erfolg für die Grünen. Auch dass sich die CDU überhaupt dazu hinreißen lässt, eine Meinung kundzutun, das hätte es vor acht Jahren noch nicht gegeben. Da war der Gemeinderat noch ein Geheimbund, in dem die CDU und die SPD sich absprachen. Sie hatten die Mehrheit und danach haben alle brav die Hand gehoben. Ja, es gibt mehr Transparenz, auch wenn die CDU – wie beim Veröffentlichungsrecht im Gemeindeblatt – Transparenz mit aller Macht verhindern wollte. Warum sieht man deutlich an diesem Artikel: Sie haben meines Erachtens niemanden, der einen verständlichen Artikel schreiben kann!

Nehmen wir die Tatsachen, die in diesem Artikel angesprochen wurden. CDU-Minister Peter Hauck war da, auf dessen Betreiben Kiesunternehmer Krieger – wie man hört – als bekennendes Mitglied der CDU im Wahlkreis des Ministers die Schürfrechte bekommen haben soll. Der Minister hat gesagt, wenn ihr den Kiesabbau verhindern wollt, dann müsst ihr den Regionalplan ändern. Wer ändert den Regionalplan? Die Regionalversammlung! Wer sitzt in der Versammlung? Die meisten gehören der CDU an. Die CDU könnte damit den Kiesabbau verhindern. Warum verhindert die Ketscher CDU mit ihren sehr guten Beziehungen den Kiesabbau an dieser Stelle nicht?

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Die Grünen sind nur sehr schwach in der Regionalversammlung vertreten, weil sie fast keine Bürgermeister stellen. Der Grüne, der für diesen Wahlkreis im Landtag sitzt, hat nun festgestellt, dass dort, wo Windräder stehen, kein Kies abgebaut werden kann, denn dann würden die Windräder umfallen. Auch gefährden Windräder das Trinkwasser nicht.

Schwachwindräder machen kaum Geräusche – ein Kieswerk macht Krach. Schwetzingen würde von den Windrädern Steuern bekommen, vom Kieswerk nicht. Wenn ich die Vorteile alle aufzählen wollte, würde der Leserbrief gekürzt. Nun haben die beiden CDUler auch noch die Brutvögel bemüht, die angeblich hier gefährdet werden. Seit wann interessiert sich die CDU Ketsch für Umwelt und Naturschutz? Abgesehen davon, dass ein Wladimir Putin uns gerade vorführt, wie abhängig wir von ihm sind, weil wir die Energie, die wir nutzen könnten, nicht nutzen, so ist die Stromgewinnung aus fossilen Stoffen schlecht für unser Klima.

Aber ob das Klima sich wirklich verschlechtert, hat Rainer Fuchs ja schon mehrfach im Gemeinderat bezweifelt. Was mich verwundert, ist, dass die beiden ausgewiesene Experten für Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen sind. An der B 9 bei Schwegenheim erzeugen Windenergieanlagen erfolgreich Strom. Ob die da laufen würden und weitere gebaut werden würden, wenn sich das nicht rentiert? Ja ich weiß, ein Grundsatz der meisten CDUler ist, Veränderungen könnt ihr machen, wenn ich tot bin. Schade, dass sie nicht in der Lage sind, etwas dazuzulernen.

Wilfried Windisch, Ketsch

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