Corona-Soforthilfe Es war doch alles zulässig

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Zum Artikel „Soforthilfe für Zimmermanns Firma“ vom 9. Februar wird uns geschrieben: Als langjähriger Abonnent haben sich beim Lesen des Artikels massive Störgefühle entwickelt über die Art und Weise der Berichterstattung. Zur Einordnung: Ich kenne keine der beteiligten Personen. Also, der SZ wurde anonym ein Bewilligungsbescheid und dazu ein Brief über Fragen nach der Rechtmäßigkeit der Hilfe zugespielt und die SZ springt darauf an, stellt kritische Fragen hinsichtlich Rechtmäßigkeit und spielt mit dem Gefühl, hier habe ein wohlhabender Bürger eine Hilfe erhalten und andere, die es viel dringender bräuchten, noch keine.

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Danach werden noch Verbindungen zu sonstigen privaten Geschäften gezogen und alles vor dem Hintergrund, warum er Soforthilfe hat, er, der es eigentlich nicht nötig hätte.

Die SZ spielt sich hier als moralische Instanz auf. Bei dieser Berichterstattung scheint es nur darum zu gehen, den Hilfeempfänger moralisch zu diskreditieren. Gibt es keine schutzwürdigen Belange des Betroffenen? Was muss man demnächst von der SZ erwarten? Zum Beispiel die Veröffentlichung von zugespielten BAföG-Bescheiden von Söhnen oder Töchtern wohlhabender Eltern – eventuell mit Vermögen im Ausland, vielleicht verbunden mit der Steuererklärung?

Nicht alles, was einem zugespielt wird, muss man veröffentlichen, hätte man den Sachverhalt bezüglich steuerlich getrennter Firmen vorher recherchiert, dann wüsste man, dass Antrag und auch die Hilfe zulässig waren. Mit einer so tendenziösen Berichterstattung tun Sie sich und den Lesern keinen Gefallen.

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Gernot Lempert, Brühl