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Gedanken zu Weihnachten - Der heutige Mensch glaubt, alles selbst im Griff zu haben / Dabei könnte Gottvertrauen uns allen helfen „Finsternis bedeckt das Erdreich – und Dunkel die Völker“

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Vor gut 2700 Jahren wurden diese Worte von Jesaja im Auftrag Gottes für das Volk Israel aufgeschrieben und sind noch heute in der Bibel nachzulesen. Passt dies nicht auch in unsere Zeit? Israel lebt nach 2000-jähriger Zerstreuung wieder in seinem Land. Die Landschaft dort ist nicht mehr wiederzuerkennen: Vielfach blüht die Wüste, die zerstörten Städte sind aufgebaut, in vielen Innovationen ist Israel mit an der Weltspitze. Und doch leben dort viele Bewohner in ständiger Angst vor Angriffen umliegender arabischer Völker. Gerade in den letzten Wochen waren in Jerusalem wieder verstärkt junge arabische Leute unterwegs, die einzelne Passanten mit dem Messer angriffen und teils schwer verletzten.

Israel versucht, sich vor Überfällen und Entführungen zu schützen: Vorletzte Woche wurde der Bau eines hochmodernen Sperrzauns entlang des von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Gazastreifens abgeschlossen. Die 65 Kilometer lange Sicherheitsanlage besteht aus einer unterirdischen Betonmauer, ausgestattet mit Sensoren, die Tunnel orten können. Überirdisch besteht sie aus einem sechs Meter hohen Stahlzaun, ausgestattet mit Radar- und Überwachungssensoren sowie ferngesteuerten Waffen. Das kostet immense Summen, die Israel für anderes gebraucht hätte.

Die UN steht leider in der großen Mehrheit hinter den arabischen Aussagen, dass Israel „in Palästina“ kein Existenzrecht habe, weil sie keine geschichtliche Verbindung zu diesem Land hätten. Der Tempelberg, auf dem ein Jahrtausend lang der jüdische Tempel stand, wird nur noch mit seinem arabischen Namen genannt und damit jede Beziehung zum jüdischen Volk geleugnet. Wenn man eine Lüge ständig wiederholt, wird sie geglaubt.

Auch bei uns sitzt die Angst in den Menschen. Wie wird alles weitergehen? Bekommt man Corona in den Griff? Die Impfung brachte nicht das, was man erwartete. Welche Maßnahmen wird der Staat noch in die Wege leiten, um Impfunwillige zu zwingen? Immer wieder werden Anordnungen verändert, aus großer Unsicherheit.

Inzwischen wurden auch die neuen Minister vereidigt: zum Wohl des Volkes. Doch – ist es nicht erschreckend? Wie viele vereidigten sich noch mit der Formel: „So wahr mir Gott helfe“? Selbst unser neuer Bundeskanzler hat dies nicht mehr nötig. Aber – ein Lichtblick. In Jesaja 60 heißt es weiter: „Aber über dir erscheint der Herr, und seine Herrlichkeit zeigt sich dir.“ Licht in der Finsternis dieser Welt! 700 Jahre vor der Geburt Jesu Christi wurde auf sein Kommen im damals jüdischen Bethlehem hingewiesen. Jesus wurde Mensch, um unsere Finsternis wieder hell zu machen. Er wird als der „Stern aus Jakob“ bezeichnet. Doch man verkannte ihn. Die Rabbiner lehnten ihn ab. Wie sieht es heute in der westlichen Welt aus? Was blieb vom Erdenkommen Jesu? Kerzenschimmer, Profit für die Geschäfte, eine stimmungsvolle Familienfeier. Doch bis heute gilt sein Rettungsangebot für eine verirrte Menschheit: „Christ, der Retter ist da!“

Singen wir dies nicht noch aus vollem Hals? Es rührt das Herz an, versetzt in eine bestimmte Stimmung. Doch hilft uns das? Hinter der Krippe steht das Kreuz. Jesus Christus starb, damit wir für die Ewigkeit gerettet sein können – in seinem Friedensreich. Was die Herren der Welt nicht fertig bringen, wird er heraufführen. Doch dies erfordert den Glauben und die Hingabe an ihn. Angelus Silesius hielt es vor 400 Jahren so fest: „Wär Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in Dir, so gingst du trotzdem ewiglich verloren.“

Ja – wozu feiern wir dann noch Weihnacht? Möchten viele an den Ursprung zurückkommen und sich dem anvertrauen, der uns liebt und unsere Zukunft in Händen hält. Die Engel riefen den Hirten zu – und Jesus sprach: „Fürchtet euch nicht.“ Wohl dem, der auf ihn baut.

Dora Weimer, Hockenheim

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