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Fragwürdige Zustände im Freibad in Brühl

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Zum Thema Brühler Freibad wird uns geschrieben:

Am vergangenen Samstag waren ein Bekannter und ich im Brühler Freibad. Ich kenne das Freibad seit den 1980er Jahren und war mit meiner Familie immer gerne dort. Aber vergangenen Samstag kam man dem Slogan „genießen, entspannen und abtauchen“, wie es in Medien angepriesen wurde, beim besten Willen nicht nach.

Gut, dass es überfüllt war, war vorauszusehen. Aber, dass man sich wie die Wilden benimmt, man über Besucher ins Becken springt, wo es verboten ist, man andauernd Bilder und Videos macht und trotz freundlicher Ansprache dies völlig ignoriert, war nur ein Teil.

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Mein Bekannter ging zum Bademeister, der daraufhin nur „jaja“ meinte und seines Weges ging. Irgendwie hatten wir alle den Eindruck, man wurde nicht mehr Herr der Lage.

Auffallend war, dass die wenigsten aus Brühl und Umgebung waren. Und bevor jemand mir wieder Ausländerfeindlichkeit zuordnet, nein – denn selbst in meiner Familie sind einige nicht aus unserem Ländle. Mein geliebter Opa war Pole und meine Ururgroßeltern und sie waren Pfarrer und Missionare. Zurück zum Thema.

In den Duschen hat man sich zu viertzehnt enthaart und überall flog Dreck herum. In den Männerduschen (nein, ich war nicht drin, sondern beziehe mich auf Aussagen anderer Männer) wurden nette Spiele begangen, bei denen ich hier nicht weiter ins Detail gehen möchte. Zu guter Letzt lagen in den Umkleidekabinen lauter volle, geöffnete Windeln auf den Bänken und auf dem Boden.

Natürlich ist mir klar, dass dies nun alles abgestritten wird, aber Gott sei Dank stehe ich mit meiner Meinung nicht alleine da, denn ich hörte viele Beschwerden im Freibad.

Fassungslos war ich, dass man in Jeans, Hemd und Sandalen sich einfach als Vati ins Babyplanschbecken legen darf. Eine Dame mit Burka wurde des Wassers verwiesen, kam aber nach wenigen Minuten wieder rein.

Auch finde ich es nicht gut, dass man nicht einmal für wenige Minuten das Bad aus wichtigen Gründen verlassen darf. Nein – dann muss man wieder erneut bezahlen. In Ketsch war es möglich. Tags drauf war ich im Ketscher Freibad, dort war auch nicht viel weniger los. Aber alles verhielt sich sittsam und freundlich, man bekam netten Kontakt aus allen Nationen, die Duschen waren sauber und man wartete gut gelaunt bis eine frei war. Somit ein himmelhocher Unterschied.

Vielleicht lag es daran, dass in Ketsch einige Bademeister mehr herumliefen und ziemlich energisch für Ordnung sorgten. Sicher werde ich wieder ins Brühler Freibad gehen, aber mit Sicherheit nie mehr am Wochenende. Und vielleicht sollte ich doch – wie andere auch – ein Handy mitnehmen und dies, wie man mir es bereits sagte, einfach mal knipsen. Aber da ich mich an die Regeln halte, lasse ich meines brav zu Hause.

Silke Kullmer, Brühl

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