AdUnit Billboard

Gegenseitig Mülltonne ausspähen?

Lesedauer

Zur Idee, Mülldetektive einzusetzen, wird uns geschrieben:

Ich dachte zuerst der Umweltstaatssekretär und Schwetzinger Abgeordnete Andre Baumann habe Humor. Bei einer Pressekonferenz am 1. August hat er den Einsatz von Mülldetektiven gefordert. Relativ schnell hat sich herausgestellt, dass der Staatssekretär das ernst meint.

Zitat: „Dass man den Leuten auch mal in die Tonne reinguckt“, insbesondere in Mehrfamilienhäusern mit geringer sozialer Kontrolle. Aha. Geringe soziale Kontrolle. Das ist es, worauf es dem grünen Politiker ankommt. Es ist übrigens auch sehr fragwürdig, Bewohner von Mehrfamilienhäusern in eine gewisse Ecke zu rücken, als könnten sie das nicht so gut wie Einfamilienhausbesitzer.

Mehr zum Thema

Grüne

Müllsammeln hilft der Umwelt: Weggeworfenes Plastik als Todesfalle für Tiere

Veröffentlicht
Von
zg
Mehr erfahren

Er selbst spiele ab und an den ehrenamtlichen Mülldetektiv bei sich zu Hause und werde gegenüber den Nachbarn auch mal deutlicher. Da freue ich mich nun über die Ehrlichkeit. Es geht dem Grünen um Kontrolle. Keine Frage. Mülltrennung ist wichtig. Wenn bei der Müllabholung ein Plastiksäckchen in der Tonne auftaucht, ist es denkbar, dass der Müll nicht abgeholt wird. Nicht an die Regeln halten bedeutet Sanktion.

Aber dass Nachbarn sich gegenseitig die Mülltonne kontrollieren sollen? Bei der Mülltonne fängt es an. Was kommt als Nächstes? Ein Onlineportal, bei dem man den Nachbarn verpfeifen kann, wenn er zu lange duscht und zu viel heizt? Wer das vor einer Woche gehört hätte, dass ein Staatssekretär Mülldetektive fordert, hätte gelacht. Leider vergeht mir immer mehr das Lachen.

Sascha Georgi, Schwetzingen

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1