Landwirtschaft Gemeinsam weiter zum Kompromiss

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Zum Artikel „Landwirte fühlen sich in die Ecke gedrängt“ (SZ-Ausgabe vom 25. Januar) wird uns geschrieben: Die Vorgehensweise der Landwirte verwundert mich. Wenn ich einen Konflikt habe, dann suche ich das Gespräch mit demjenigen, mit dem ich ihn habe. Denn mein Ziel sollte immer sein, einen guten Kompromiss zu finden und nicht, Zwietracht zu sähen.

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Aber wenn die größten Landwirte selbst der Partei angehören, die sie jetzt zu Rate gezogen haben und diese Partei sich derzeit im Wahlkampfmodus befindet, so ist das gezeigte Verhalten zwar wenig effektiv, aber dessen Zweck eben doch offensichtlich.

Das Interesse der Landwirte und der ökologische Wert der Schwetzinger Wiesen sind alle beide für die Bevölkerung im Umkreis derart wichtig, dass dort kein Wahlkampffeuer gelegt werden sollte. Vielmehr ist es für alle, die hier leben, von großer Bedeutung, dass die Konfliktparteien – die ja beide großes Interesse am Landschaftsschutz vor Ort haben, wie sich dem oben genannten Artikel entnehmen lässt – nach der Landtagswahl wieder ins Gespräch kommen und gemeinsam eine gute Lösung erarbeiten.

Denn gemeinsam war man doch schon auf einem guten Weg: Noch im Juni 2020 hatten sich die Landwirte mit Dr. Andre Baumann (Grüne), damals Staatssekretär in der baden-württembergischen Berlin-Vertretung, in der Redaktion der Schwetzinger Zeitung getroffen, um sich auszutauschen (SZ-Ausgabe vom 19. Juni – „Austausch mit Landwirten“).

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Warum also nicht diesen begonnen Weg zu einem guten Kompromiss für Natur und Menschen weitergehen? Und sei er noch so steinig: Nur so ist eine Lösung möglich.

Beate Günther, Schwetzingen