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Bauplätze versteigern - Der Aufwärtsspirale entgegenwirken Genau das falsche Zeichen

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Zu den Leserbriefen „Wohnraumpolitik – hausgemacht“ (SZ-Ausgabe vom 30. April) und „Die Gesetze sind das Problem“ (SZ-Ausgabe vom 8. Mai) wird uns geschrieben:

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Zu diesem Thema wurden bereits diverse Gründe angeführt, warum die Wohnraumpolitik so desolat sei. Sicherlich gibt es viele Gründe, warum die Immobilienpreise so horrend hoch sind und scheinbar ins Unendliche steigen. Auch hier werden die Meinungen, wie so oft, auseinandergehen. Der Blick in die Vergangenheit oder gar Streitereien führen aber zu nichts. Natürlich sollte betrachtet werden, welche Stellschrauben man drehen kann, um den Immobilienmarkt zu entlasten und zukünftig ein Überhitzen zu vermeiden. Dies ist gerade ein Thema, welches sich die Politik auf die Fahnen geschrieben hat.

Keine Partei, die es sich noch erlauben kann, nicht die Schlagwörter des bezahlbaren Wohnraumes in ihren Programmen zu führen. Und doch tun die Parteien genau das Gegenteil, um die Situation zu entlasten. Warum müssen Grundstücke überhaupt versteigert werden? Entgegen der Meinung der Politiker ergibt sich hieraus kein Markt – sondern ein Höchstpreis. Bei einem Mindestgebot von 750 Euro pro Quadratmeter, werden die finalen Gebote sicherlich vierstellig und somit nur für Besserverdienende erschwinglich sein.

Um der Neiddebatte entgegenzuwirken: Alternativ hätte man eine Hälfte der Grundstücke versteigern und die andere Hälfte per Bewerbungsverfahren anbieten können. Warum schafft man nicht mehr Wohnraum, indem man mehr Grundstücke für Doppelhaushälften und/oder Reihenhäuser plant? Warum keine Bewerbungsverfahren, um gerade Familien mit Kindern Wohnraum zu ermöglichen? Warum keine niedrigeren Preise für die Grundstücke, um der Aufwärtsspirale entgegenzuwirken? All das sind einfache, aber sehr wirkungsvolle Mechanismen. Anscheinend lebt aber die Politik an der Realität vorbei und hat ihre Glaubwürdigkeit zur Wohnraumpolitik verloren.

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André Urban, Schwetzingen

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